Neuevangelisierung: Glaubensweitergabe und Religionsunterricht : Religiöses Halbwissen und mangelnde Praxis

Zeitgeistkompatibel, aber nicht im Sinne der Kirche – auch nicht im Sinne des Wortes Gottes, könnte man hinzufügen –, unter dieser Überschrift weist der Leserbrief von Hubert Hecker (DT vom 27. November) unter anderem darauf hin, das auch die Richtlinien der Würzburger Synode für den Religionsunterricht und die Jugendarbeit eine wesentliche innerkirchliche Ursache sind für den Glaubensschwund. Auf der Basis religiösen Halbwissens und dementsprechend mangelnder Gebets- und Glaubenspraxis ist keine Einheit im Geist möglich und folglich fehlt es auch an Überzeugungskraft, weshalb viele die Botschaft der Kirche nicht mehr ernst nehmen.

Obwohl das den Führungskräften in der Kirche (auch bei den Laiengremien) längst bekannt sein müsste, veranstaltet man aufwendige Dialogkonferenzen mit zweit- und drittrangigen Themen. Wo aber bleiben zum Beispiel für den Religionsunterricht die notwendigen Korrekturen etwa im Bereich der Religionsbücher? Für viele scheinen die Richtlinien der Würzburger Synode wichtiger zu sein als manche Sätze des Credo. Es ist höchste Zeit, dass wir vor allem darum besorgt sind, das zu leben, was der Hl. Paulus uns im Epheserbrief 4, 1–15 nahelegt: „...bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren“. Und wie das gehen kann und soll, beschreibt er dazu ziemlich ausführlich.