„Naturwissenschaften bestätigen Glauben“ : Beispiele aus der modernen Physik

In den Abschluss-Sätzen des Leserbriefes „Naturwissenschaften bestätigen Glauben“ (DT vom 23. Oktober) schreibt Christa Meves: „Wenn wir den gleichnishaften Aussagen von Christus folgen, lässt sich sogar in vielen der neuen naturwissenschaftlichen Fakten eine geradezu verblüffende Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift erkennen. Ja, diese Gegebenheiten lassen sich als Methode nutzen, den zum Atheismus verführten modernen Menschen den Glauben verstehbar zu machen...“. Dem stimme ich voll und ganz zu. Hierzu nur vier Beispiele aus der modernen Physik:

Erstens) Dreieinheit: Nach Mt 28 sagt Jesus: „...tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Gott ist in diesen drei Personen ein Einziger. Die Schöpfung ist ein Abbild des Schöpfers. Dreiheit in der Einheit beherrscht den Mikrokosmos. Es ist die von Niels Bohr zunächst bei Licht entdeckte Komplementarität von Welle und Teilchen, zu der in der Wechselwirkungs-Physik als dritter Aspekt noch das Austauschquant hinzukommt.

Zweitens) Willensfreiheit: Nach Mk 12 sagt Jesus: „Ihr müsst Glauben an Gott haben.“ Dieses Gebot wäre gegenstandslos, wenn der Mensch keinen freien Willen hätte. Wie kann ein Mensch willensfrei sein, obwohl sein Gehirn nach physikalischen Gesetzen arbeitet? Nach John Eccles kann der Geist wegen der mikrophysikalischen Unbestimmtheiten in den die Neuronen verknüpfenden Synapsen steuernd wirken, ohne die Eigengesetzlichkeit des Gehirns zu verletzen.

Drittens) Ewigkeit: Nach Joh 8 sagt Jesus: „Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht schauen.“ Früher fragte man sich, ob für einen Sterbenden die Ewigkeit erst mit dem Tod beginnt und ob sie nie endet. Seit Einstein weiß man, dass die Zeit ein „Inventar“ jedes Kosmos ist, der mit diesem kommt und geht. Gott allein ist ewig, er thront über den Räumen und Zeiten der von ihm geschaffenen Kosmen. Ein im Herrn Gestorbener hat Teil an Gottes Ewigkeit.

Viertens) Horizonte: Nach Lk 16 lässt Jesus den Abraham sagen: „Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund...“. Unüberwindliche Grenzen kannte die alte Physik nicht. Jede noch so tiefe Kluft konnte vermeintlich durch Informations- und Energie-Austausch überwunden werden. Heute weiß man um die sogenannten Horizonte – das sind absolut unüberwindbare, quasi-unendliche Grenzen, die durch die Raum-Zeit-Struktur als solche gegeben sind.