Interview zu Evolutionstheorie und Glaube: Die richtigen Fragen stellen

Ergänzend zu dem interessanten Interview zu „Bei Gottes Wort beginnen“ (DT vom 8. April) müssten zwei Aspekte verdeutlicht werden. Erstens: Die Bibel muss in der richtigen Einstellung gelesen werden. Beispiel: Die verbreiteten Wetterstationen bestehen oft aus drei Anzeigeinstrumenten. Alle drei sind sie rund und mit einem Zeiger versehen. Allerdings muss ich an das jeweilige Instrument die richtige Frage stellen. Das Barometer kann mir keine Auskunft über die Temperatur geben. So ist es auch nicht die Absicht der Heiligen Schrift, mir Auskunft über die physische Entstehung der Welt zu geben, zu befriedigen. Sie will mich in das Heilige einführen, zu Gott und seine Hinwendung zu uns. Etwaige historische Angaben dienen nur, Gottes Wirken an uns aufzuzeigen. Zweitens: Im Bereich der Natur-Wissenschaft gilt es, nicht Lehren, sondern beweisbare Aussagen vorzulegen. Leider sind es in der großen Auseinandersetzung zwischen Kreationismus und Evolutionismus bisher nur Behauptungen. So wenig der Kreationismus bewiesen ist, so wenig die Evolution. Bei letzterer fehlen die entscheidenden Übergänge, etwa zum Leben oder zur Intelligenz. Allein zu sagen, dass es „funktioniert“ hat, ist noch kein Beweis, höchstens eine Beschreibung.

Vielleicht sollte man den Biochemiker Michael Behe (Darwins Black Box, Resch-Verlag 2007) befragen. Er versteht es, an den erstaunlichen Geschehnissen in den kleinsten Dimensionen unseres Lebens aufzuzeigen, dass weder Zeit noch Zufall ausreichen, sie zu erklären. Er führt keineswegs Gott als „Lösung“ des Rätsels ein – obwohl das immer wieder von ihm behauptet wird –, weist aber klar auf, dass jedenfalls bis heute kein stichhaltiger Beweis für die rein evolutive Entstehung vorgelegt wurde.