Spenden für tödliche Zwecke Die Riesenspende von Warren Buffet steht Abtreibungs-Befürwortern offen

Würzburg (DT) Tue Gutes - und rede darüber. Zumindest für den zweiten Teil dieses gängigen Slogans privaten Mäzenatentums war gesorgt, als Warren Buffett Ende Juni satte dreißig Milliarden Dollar an die Bill Gates-Stiftung spendete. Der amerikanische Börsen-Guru machte mit seiner Riesen-Spende von sich reden - und das auf der ganzen Welt. Immerhin verdoppelte die Bill & Melinda Gates Foundation - schon vorher die größte Stiftung der Welt - damit ihr Budget auf etwa sechzig Milliarden Dollar. Das ist eine größere Summe als die jährliche Wirtschaftsleistung des Erdölscheichtums Kuwait. Zusätzlich zu den dreißig Milliarden spendet der bald 76 Jahre alte Mann weiterhin Aktien im Wert von gut 3,1 Milliarden Dollar an die Susan Thompson Buffet Foudation, benannt nach seiner vor zwei Jahren verstorbenen Frau, Weitere Spenden gehen an Stiftungen seiner drei Kinder. Diese Spenden erfolgen in mehreren zeitlich versetzten Schritten. Wie hoch die Spenden letzten Endes ausfallen werden, hängt also vom Aktienkurs ab. Einen "Heiligen des Geldes" nannte ihn die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und auch diese Zeitung verfiel in Jubel, der Beethovens Neunter entlehnt war: Bloß fragt sich, wie das viele Geld aus der Spende Buffets verwendet wird. Zur Bekämpfung von Armut und Krankheiten, lautete die Verlautbarung von Gates Organisation. Näher besehen aber könnte das Geld äußerst fragwürdigen Projekten zugute kommen. Die Susan Thompson Buffett Organisation etwa, der Buffet eine Spende von über drei Milliarden Dollar zukommen ließ, unterstützt unter anderem Familienplanung und hat nach Informationen der "Netzeitung" immer wieder beträchtliche Summen an Abtreibungs-Befürworter gegeben. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" unterstützt die Bill-Gates-Stiftung, also Buffetts Partner, derzeit mit 258 Millionen Dollar Forschungsprojekte für einen neuen Impfstoff gegen Malaria in Afrika und mit zweihundert Millionen Dollar ein Projekt gegen die Verbreitung des HIV-Virus in Indien. Weiter unterstützt sie Entwicklungsländer beim Kauf von Impfstoffen gegen einfache Krankheiten wie Masern. Auch hat sie bereits vor sieben Jahren eine Milliarde Euro in den Vereinigten Staaten für Stipendienprogramme für Afro-Amerikaner, Lateinamerikaner und andere Minderheiten zur Verfügung gestellt. Doch daneben sind von der Bill-Gates Stiftung in der Vergangenheit immer wieder Abtreibungen und Verhütungsmittel gefördert worden. Nach Informationen der Lebensschutz-Organisation "Human life International" spendete Gates zwischen 1999 und 2002 neun Millionen Franken an die Organisation "Planned Parenthood" (Geplante Elternschaft). Die Partnerorganisation der deutschen "Pro Familia" gilt als größte Anbieterin von Schwangerschaftsabbrüchen in der ganzen Welt. Hw. Thomas Euteneuer, der Präsident der 1981 gegründeten Lebensrechts-Organisation Pro-Life International, warf Warren Buffet nach Bekanntwerden der Spende vor, mit seiner Spende die Abtreibungspille RU-486 zu finanzieren. Auch werde das Geld verwendet, um die Herstellung und Verteilung von tragbaren Saugmaschinen zu bezahlen, die in der Dritten Welt zur Tötung ungeborener Menschen eingesetzt werden. Darüber hinaus habe die persönliche Stiftung von Warren Buffet viele radikale Organisationen unterstützt - darunter eine Vereinigung, die sich "Zentrum für reproduktive Rechte" - "Center for Reproductive Rights" - nennt und Praktiken wie die Teilgeburtsabtreibung von Menschen unterstütze. Fazit des Präsidenten der Lebensrechts-Organisation: "Er gibt - und tötet damit ungeborene Kinder." Euteneuer wertete das Zusammengehen von Gates und Buffet als böses Omen für die Familen in Entwicklungsländern. Da Gates und Buffet in der Vergangenheit Projekte unterstützt haben, die Abtreibung gefördert oder in Kauf genommen haben, steht Befürwortern der Abtreibung offensichtlich das finanzielle Volumen der größten Stiftung der Welt zur Verfügung. Autor: VON REINHARD NIXDORF

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