3 Möglichkeiten zur Digitalisierung alter Fotos

Zumeist finden sich bei größeren Aufräumaktionen Kisten mit alten Fotos, die schon fast in Vergessenheit geraten waren. In der Regel ist dann die Aufräumaktion beendet, weil man sich lieber die Erinnerungsfotos aus vergangenen Zeiten ansehen möchte.
Aufnahmen digitalisieren
Foto: Unsplash

Zumeist finden sich bei größeren Aufräumaktionen Kisten mit alten Fotos, die schon fast in Vergessenheit geraten waren. In der Regel ist dann die Aufräumaktion beendet, weil man sich lieber die Erinnerungsfotos aus vergangenen Zeiten ansehen möchte. Dabei wird aber auch erkannt, dass die Qualität bereits deutlich gelitten hat. 

Dafür sind ganz natürliche chemische Prozesse verantwortlich. Temperaturschwankungen in Verbindung mit wechselnder Luftfeuchtigkeit führen dazu, dass die Farben auf den Bildern verblassen und an Glanz verlieren. Das bedeutet aber auch, dass die alten Aufnahmen irgendwann völlig unbrauchbar sind. Deshalb sollte über die Möglichkeit einer Konservierung nachgedacht werden. 

Die beste Methode, alte Fotos dauerhaft verfügbar zu machen, bietet die Digitalisierung. Doch wie kann sie am besten gelingen. Nachfolgend werden drei Möglichkeiten näher vorgestellt.

Variante 1: Fotos scannen

Nahezu jeder Besitzer eines Computers oder eines Laptops hat einen Scanner zur Verfügung. Dieser dient zwar in erster Linie zum Scannen von Dokumenten, aber mit solch einem Gerät können auch alte Papierfotos gescannt und auf diese Weise digitalisiert werden. 
Dazu muss der Scanner jedoch mit der höchsten Auflösung arbeiten, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Die Digitalisierung der Aufnahmen gelingt am besten folgendermaßen:

• Unbrauchbare Fotos aussortieren
• Zu rettende Aufnahmen vom Staub befreien
• Fotos scannen
• Am PC nachbearbeiten
• Digitalfotos benennen und speichern

Um einen übermäßigen Arbeitsaufwand zu vermeiden, ist es empfehlenswert, nur brauchbare Fotos zu verarbeiten. Der Aufwand der Digitalisierung lohnt sich nur für solche Bilder, die einen individuellen Wert aufweisen. Diese sollten dann mit einem weichen Pinsel vom Staub befreit werden. Da ein Scanner Dokumente im DIN-A4-Format verarbeitet, lassen sich mehrere Fotos gleichzeitig scannen. Dann entsteht zwar nur eine große Aufnahme, die sich jedoch am PC wieder zerschneiden lässt. Die einzelnen Bilder müssen eventuell noch etwas nachbearbeitet werden. Eigenschaften wie Farbsättigung, Kontrast und andere lassen sich mit einer Grafikanwendung mühelos ausgleichen.

Digitalfotos richtig speichern

Sind die Fotos gescannt und grafisch etwas nachbearbeitet worden, ist eine Ordnung und namentliche Benennung hilfreich. Dadurch lassen sie sich hinterher wieder schneller auffinden. Besonders wichtig ist ein geeigneter Speicherplatz. Auf keinen Fall sollte die Festplatte des Computers als Speicherort ausgewählt werden. Bei einem technischen Defekt wären die wertvollen Erinnerungsbilder unwiderruflich verloren. Deshalb ist eine Speicherung auf folgenden Medien besser:

• DVD oder CD
• USB-Stick oder SD-Speicherkarte
• Externe Festplatte
• Cloudspeicher

Falls die Speicherung auf einer CD oder einer DVD vorgesehen ist, kann mit einer geeigneten Software zudem eine interessante Diashow erzeugt werden. Allerdings ist die beste Möglichkeit eine Speicherung in der Cloud. Dadurch sind die Aufnahmen für jedes Endgerät mit einem Internetzugang erreichbar.

Variante 2: Digitalisierung der Aufnahmen mit einer App

Wer keinen Scanner besitzt, kann die Digitalisierung der älteren Fotos mit einer App durchführen. Theoretisch gelingt es auch mit der auf dem Smartphone serienmäßig installierten Foto-App. Allerdings eignet sich diese eher für direkte Aufnahmen von Schnappschüssen aller Art. Zum Abfotografieren von Papierfotos sollte daher lieber eine speziell für diesen Zweck entwickelte App verwendet werden. Der Vorteil besteht darin, dass die Belichtung ganz anders gesteuert wird. Dadurch treten weder Spiegelungen noch merkwürdige Schatten oder ähnliche Störungen auf. 

Aber auch bei dieser Variante sollten die Papierbilder zunächst vom Staub befreit werden. Zudem ist die Arbeit in einem exakten rechten Winkel durchzuführen. Sonst treten perspektivische Verzerrungen auf, die nicht besonders schön wirken. Damit das Vorhaben gelingt, sind ein paar Probeaufnahmen hilfreich. Damit lässt sich recht einfach herausfinden, welche Einstellungen am besten geeignet sind. Mit ein wenig Routine geht die Arbeit schnell von der Hand.

Fotos werden in der Cloud abgelegt

Der Vorteil bei der Digitalisierung mittels App liegt in der einfachen Handhabung. Da nahezu jeder Mensch inzwischen ein Smartphone besitzt, ist keine zusätzliche Hardware nötig. Die erforderlichen Apps werden zumeist kostenlos oder für wenige Euro angeboten. In den meisten Fällen sind die kostenlosen Apps für diese Zwecke völlig ausreichend. Zudem lässt sich das Smartphone so konfigurieren, dass die Aufnahmen auf direktem Weg in der Cloud abgelegt werden. Daher sind keine weiteren Bearbeitungsschritte nötig. Allerdings ist es sinnvoll, die Bilder hinterher zu benennen.

Variante 3: Alte Aufnahmen digitalisieren lassen

Wer nicht die erforderliche Zeit aufbringen kann und einen großen Wert auf eine hohe Qualität legt, kann die Fotos digitalisieren lassen. Diese Methode bietet mehrere Vorteile. Dazu gehören:

• Geringer Aufwand
• Optimale Qualität
• Niedrige Kosten

Der einzige Aufwand, der bei dieser Variante der Digitalisierung anfällt, ist das Sortieren der Fotos. Die zu digitalisierenden Aufnahmen werden zu einem Anbieter geschickt. Falls eine Einordnung gewünscht ist, können die Bilder in verschiedenen Umschlägen geschickt werden. Diese können dann beispielsweise mit 18. Geburtstag, Goldene Hochzeit oder ähnlichen Begriffen beschriftet sein. Der Anbieter legt nach diesen Umschlägen später Ordner an, in denen die Digitalfotos gespeichert werden. Zudem arbeiten diese Dienstleister mit modernster Profitechnik, die sich ein Laie niemals anschaffen würde. Deshalb ist diese Variante für jeden empfehlenswert, der eine hohe Qualität bevorzugt.

Fazit

Alte Fotos sollten möglichst zeitnah digitalisiert werden, damit sie nicht völlig unbrauchbar werden. Die Qualität lässt bei Papierfotos im Laufe der Zeit immer stärker nach. Für die Digitalisierung in Eigenregie eignen sich Scanner oder Apps. Wer die Bilder von einem professionellen Anbieter digitalisieren lässt, bekommt jedoch die besten Ergebnisse.

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