Reise & Lebensart

Schwertransporte im 21. Jahrhundert

Der Transport von Gütern ist seither ein Problem, das der Menschheit bevorstand. Schon vor vielen tausend Jahren musste Nahrung in die Städte gebracht werden.
Transport von Gütern ist ein Problem
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Der Transport von Gütern ist seither ein Problem, das der Menschheit bevorstand. Schon vor vielen tausend Jahren musste Nahrung in die Städte gebracht werden. Vor allem aber Bauutensilien waren wichtig, um die Festungen möglichst sicher und gleichzeitig prunkvoll errichten zu können. Denken wir dabei an den Bau der Pyramiden in Ägypten zurück, so haben wir üblicherweise auch sofort Bilder von hart arbeitenden Menschen vor Augen. Diese mussten mit reiner Muskelkraft und nur wenigen mechanischen Hilfsmitteln Stein für Stein dorthin bringen, wo er letztlich platziert werden sollte. Dass diese Arbeiter kaum oder gar nicht bezahlt und somit als Sklaven gehalten wurden, ist dabei ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Dennoch stellt sich die Frage, wie sich dieser Transport von Menschenhand heutzutage weiterentwickelt hat. Denn eines ist sicher: Die Entwicklung ist keinesfalls stehengeblieben.

Schwerste Lasten in der heutigen Zeit

Um dies genauer zu erläutern, rollen wir die Geschichte von der heutigen Zeit rückwärts auf. Denn im 21. Jahrhundert ist es überhaupt kein Problem mehr, riesige Massen zu transportieren. Unter anderem tragen dazu die innovativen Fahrzeuge der Firma Scheuerle (www.scheuerle.com) bei. Diese für extrem schwere Lasten konzipierten Transporter ermöglichen es, sogar ganze Gebäude zu versetzen. Dies erfolgt üblicherweise nicht auf öffentlichen Straßen. Doch auch auf eben diesen Straßen sind hin und wieder Scheuerle-Transporter unterwegs. Dies ist meist dann der Fall, wenn besonders große und schwere Geräte oder Bauteile von einem Ort zum anderen gebracht werden müssen. Hier können beispielsweise die Rotoren von Windrädern genannt werden. Mit derlei Ausmaßen mussten sich die Ägypter zur damaligen Zeit noch nicht auseinandersetzen. Doch der Wandel der Zeit erfordert letztlich auch einen Wandel im Transportwesen. Dass die Menschen selbst dabei entlastet werden, ist dabei ein zusätzlicher positiver Effekt, obwohl dies natürlich nicht überall der Fall ist.

Der Weg der Schienen und Straßen

Nachdem der Transport im Mittelalter vornehmlich mithilfe von Kutschen erfolgte, kam es im 19. Jahrhundert zur Erfindung der Eisenbahn und der Nutzung der Schienen als Transportmittel der Zukunft. Wichtige Handelsknotenpunkte wurden so direkt miteinander verknüpft. Einem möglichst unkomplizierten und schnellen Warentransport stand somit nichts mehr im Weg. Da jedoch Kohle notwendig war, um die Eisenbahn bei der Verbrennung mit Energie zu versorgen, waren die Menschen hier nur teilweise entlastet. Während der Transport weitaus effizienter gestaltet werden konnte, musste die Versorgung mit dem Brennstoff Kohle weiterhin durch Menschenhand erfolgen. Der schweißtreibenden Arbeit war somit noch kein Ende gesetzt.

Im 20. Jahrhundert wurde der Schienenverkehr durch den motorisierten Straßenverkehr ergänzt. Während dort vorher ausschließlich Pferdefuhrwerke und -kutschen den Transport ermöglichten, kam nun der Lastkraftwagen hinzu. Mithilfe der LKW war ein schnellerer Transport möglich. Und auch heute ist dies noch der Fall. Denn wenn wir auf den Straßen des Landes umherfahren, bleibt es kaum aus, dass wir LKW begegnen. Während der Transport der Ware bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts noch in Säcken, Kisten und Fässern erfolgte, brachte eine weitere Erfindung die Effizienz voran. Denn seit den 1960er Jahren setzte sich in der Schifffahrt und auf den Straßen der Standardcontainer durch. Dieser vereinfachte die Logistik noch weiter.

Es bleibt abzuwarten, wann ein neuerlicher Schritt dieser Größenordnung in der Transportbranche gegangen wird. Die Zukunft wird uns darüber sicher aufklären.

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