Im Norden Spaniens

Das Baskenland ist eine alte Kulturlandschaft. Ein Besuch lohnt immer

Abseits vom Massentourismus an der Südküste Spaniens erlebt der Reisende im Baskenland und in der Rioja ein anderes, kulturell und gastronomisch interessantes Spanien. Bilbao, die Hauptstadt des Baskenlandes, ist reich an architektonischen Highlights und spätestens seit dem Bau des Guggenheim-Museums von Stararchitekt Frank Gehry hat es sich als Kunstmetropole etabliert. Die Stadt bietet neben sehr anspruchsvollen modernen Designhotels eine wunderschöne Altstadt. In den Bars lässt sich am Abend nach Herzenslust bei kleinen Häppchen, baskischen Pintxos und einem Glas Txakoli (baskischer Weißwein) das bunte Treiben beobachten. Von Bilbao aus ist es nicht weit in die nahe gelegene Rioja. Hier kommen die berühmten und auch bekanntesten Weine Spaniens her. Weite Weinfelder wechseln sich mit kleinen Dörfern und vielen Weinkellereien am Wegesrand ab. Außer in der Hauptstadt Logrono gibt es kaum große Hotels. Im Gegenteil: eine Vielzahl von kleinen Palästen und zu kleinen Hotels umgebaute Klöster lassen den Gast in die besondere Atmosphäre und die Traditionen der Weinlandschaft eintauchen.

Ein Besuch in einer Kellerei ist ein Muss. Hier werden die Verfahren zur Weinherstellung erklärt und auch gleich die unterschiedlich gelagerten Weine verkostet. Der Architekt Santiago Calatrava hinterließ in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Rioja, in dem kleinen mittelalterlichen Laguardia seine Spuren mit der imposanten Weinkellerei Ysios. Der sinuskurvenförmige Bau liegt inmitten von Weinfeldern am Fuße des Kantabrischen Gebirges.

Gleich in der Nähe schuf die Kellerei Marqués de Riscal mit Frank Gehry ein weiteres außergewöhnliches Bauwerk, welches als Luxushotel und Weinkellerei dient. Der berühmte Jakobsweg zieht sich Richtung Santiago de Compostela durch die gesamte Rioja und bietet mit seinen vielen Kirchen und Denkmälern einen wahren Schatz an kulturellen Sehenswürdigkeiten. DT/PD