10-jähriges Jubiläum der Reisemobilwallfahrt in Goch

Der Steyler Missionar Pater Hans Peters begleitet die Teilnehmer als Wallfahrtsseelsorger. Zum Jubiläum der Veranstaltung bietet er eine spezielle Arnold-Janssen-Tour durch die Stadt an.

Zugegeben – die Idee von einer Reisemobilwallfahrt mutet zunächst etwas skurril an. Doch so ganz abseitig kann sie nicht sein, denn die europaweit einzige Wallfahrt eigens für Reisemobilisten findet in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal statt. Für Pater Peters ist das keine Überraschung: „Die Menschen suchen geistliche Impulse in ihrem ganz persönlichen Alltag. So ist es nicht verwunderlich, wenn leidenschaftliche Camper mit ihrem Ferienmobil den Spuren des Religiösen nachgehen.“

Vom 20. bis 23. Juli treffen sich im niederrheinischen Goch nahe der Grenze zu den Niederlanden auch in diesem Jahr wieder mehrere hundert Reisemobil-Wallfahrer, um vier ereignisreiche Tage miteinander zu verbringen. Wichtiger Bestandteil sind die Gottesdienste und geistlichen Impulse, die von Leben und Wirken des 2003 heiliggesprochenen Arnold Janssen ausgehen. Der in Goch geborene Missionar und Gründer der Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare hat die niederrheinischen Kleinstadt für Pilger wie für nichtreligiöse Touristen interessant gemacht. Seine Worte und Taten spenden vielen Teilnehmenden heute noch Trost und machen ihnen Mut.

Pater Hans Peters, selbst Steyler Missionar, begleitet die Reisemobilwallfahrt von Beginn an. „Als zwei Jahre nach der Heiligsprechung von Arnold Janssen seine Geburtsstadt Goch offiziell vom Bistum Münster zum Wallfahrtsort erhoben wurde, haben Stadtverwaltung und Kirche gemeinsam überlegt, wie man die beiden herausragenden Elemente der Stadt – den Heiligen Arnold Janssen und den äußerst attraktiven Stellplatz für Feriencamper – miteinander verbinden könnte. So hat man 2008 die erste Reisemobilwallfahrt initiiert“, erklärt Pater Peters den Ursprung der Wallfahrt.

Anlässlich der Jubiläumswallfahrt in diesem Jahr wurde das Programm um eine eigene Arnold-Janssen-Tour erweitert. An zwei Vormittagen kann man sich einem geführten Rundgang durch die Stadt anschließen, bei dem Pater Peters die wichtigsten Stationen aus den ersten Lebensjahren des Heiligen vorstellt.

Das Highlight der Pilgerveranstaltung ist der zentrale Wallfahrtsgottesdienst am Sonntag an der Nierswelle, einer terrassenartig angelegten Grünanlage am Ufer der Niers. Am Altar, der auf einer schwimmenden Insel am Ufer des Flüsschens aufgebaut ist, zelebriert Pater Peters gemeinsam mit seinen Kollegen aus dem Pastoralteam der Arnold-Janssen-Gemeinde und zahlreichen Gläubigen einen eindrucksvollen Volksgottesdienst.

Danach zieht eine mehrstündige Prozession aus Reisemobilen vom Friedensplatz, dem Camper-Stellplatz, bis zur Pfarrkirche St. Maria Magdalena. Dort werden die Reisemobilisten von Pater Peters erwartet, der jeden einzeln begrüßt und mit Weihwasser segnet. „Dieses einmalige Erlebnis, in seinem Reisemobil den Segen zu empfangen, bewegt die Teilnehmer ganz besonders“, so die Erfahrung des Seelsorgers. „Es wird von vielen als wohltuend und bereichernd empfunden, die Wallfahrt mit dieser Art des Reisesegens abzuschließen und die Heimreise oder Weiterfahrt anzutreten.“