Familie

Senioren: Herausforderungen im Alter

Jeder Mensch wird früher oder später älter, das ist kein Geheimnis. Doch viele Menschen haben große Schwierigkeiten damit, älter zu werden.
Jeder Mensch wird früher oder später älter
Foto: pixabay

Jeder Mensch wird früher oder später älter, das ist kein Geheimnis. Doch viele Menschen haben große Schwierigkeiten damit, älter zu werden. Erkrankungen, Einschränkungen und Herausforderungen nehmen stetig zu. Insbesondere pflegebedürftige Senioren haben darunter sehr zu leiden, denn sie sind auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen. So stellt das Älterwerden nicht nur Betroffene vor einige Herausforderungen, auch die pflegenden Angehörigen werden einer zunehmenden Belastung ausgesetzt. Hierbei ist es sehr wichtig, dass für beide Parteien ein gewisses Maß an Entlastung möglich ist und gleichzeitig die Pflege sowie die Versorgung der pflegebedürftigen Person gewährleistet ist. Doch nicht jede Herausforderung ist so groß, wie sie zu Beginn scheint. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Betroffene scheinbar große Herausforderungen im Handumdrehen meistern können.

Die selbstständige Lebensführung fördern

Um das Altern so gut wie möglich zu meistern, ist eine selbstständige Lebensführung unerlässlich. Diese sollte, sofern dies möglich ist, unbedingt gefördert und gestärkt werden. Je eigenständiger die Großeltern sind, desto besser kommen sie mit dem Alterungsprozess zurecht. Manchmal erreichen jedoch unerwartete und plötzlich auftretende Schicksalsschläge das Leben vieler Menschen. Diese sind nicht vorhersehbar und können in Form von einer unerwarteten Krankheit oder eines Unfalles auftreten. Hierbei ist es wichtig, den Glauben nicht zu verlieren, keine Angst zu haben und Ruhe zu bewahren. Es gibt für nahezu jedes Problem eine Lösung. Die Gebrechlichkeit und körperliche Einschränkung nimmt beispielsweise im zunehmenden Alter zu, was wiederum dazu führt, dass normalen Alltagshandlungen nur noch eingeschränkt nachgegangen werden kann. Insbesondere wenn es Menschen schwerfällt sich zu bewegen oder die Treppe zu nutzen, kann sich dies als besonders schwierig erweisen.

Spaziergänge, das Treppen steigen oder der kurze Gang zum Arzt sind ohne fremde Hilfe kaum noch zu meistern. Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie diese Problematik aus dem Weg geschafft werden können. Die klassische Alternative zu der Wohnungstreppe stellt der Treppenlift dar. Es ist ein einfacher Lift, doch er kann wahre Wunder bewirken. Oftmals befürchten ältere Menschen, dass sie ihr gewohntes Umfeld verlassen müssen, weil sie die Treppe nicht mehr steigen können, doch das ist nicht zwingend notwendig. Ein Umzug kann sich zudem aufgrund des zunehmenden Wohnraummangels als äußerst müßig erweisen. Speziell, wenn es nur an den Treppen liegt, sollte ein Treppenlift in Erwägung gezogen werden. Zudem gibt es verschiedene Anlaufstellen, die Hilfe bei der Finanzierung anbieten und es somit nahezu allen älteren Menschen möglich machen, einen solchen speziellen Lift in Anspruch zu nehmen. Des Weiteren können Spezialisten Auskunft darüber geben, welche Voraussetzungen vorliegen müssen, damit ein Lift eingebaut werden kann. Neben der Treppenform und dem Treppenhaus ist die Breite ausschlaggebend. Wie viele Meter muss die Treppe mindestens breit sein? Welche Art Treppenlift kommt überhaupt infrage? Diese Fragen können Fachleute mit ihrer Expertise immer noch am besten beantworten. Dank verschiedener Hilfsmittel ist somit ein Umzug nicht immer notwendig, sofern es der gesundheitliche sowie geistige Zustand eines Menschen zulässt.

Altwerden ist nichts Schlimmes

Das Altwerden gehört zum Leben dazu und ist überhaupt nichts Schlimmes. Es kann herausfordernd sein und bringt vielleicht auch die eine oder andere Einschränkung mit sich, doch jeder Mensch sollte diese Veränderung akzeptieren und das Beste daraus machen. Niemand ist gerne von anderen Menschen abhängig, doch bei dem Thema Altwerden geht es nicht um Abhängigkeit, sondern um Unterstützung. Das gilt sowohl für Betroffene als auch für Angehörige. Es ist hierbei wichtig, dass Vorurteile vermieden werden und die Nächstenliebe im Mittelpunkt des Handels steht. Menschen, die keine pflegebedürftigen Angehörigen haben, können oftmals nicht nachempfinden, was die andere Person gerade durchmacht. Aufgrund dessen ist es sehr wichtig, sich regelmäßig mit Menschen auszutauschen, die ebenfalls die Aufgabe des pflegenden Angehörigen übernommen haben. Ein großes Augenmerk sollte zudem immer auf die hilfsbedürftige Person gelegt werden, denn jeder möchte doch in Würde altern. Manchmal gibt es jedoch Situationen und Umstände, die es nicht zulassen, sich um die eigenen Verwandten zu kümmern. Auch dies ist nichts Verwerfliches. Es gibt viele Anlaufstellen, die eine unterstützende Wirkung haben. Sei es eine Tagespflege, eine Senioren-Wohngemeinschaft oder ein Pflegeheim. Ältere Menschen sollten stets optimal versorgt und gepflegt werden und manchmal ist die Hilfe von externen Menschen dafür notwendig.

Insbesondere, wenn verschiedene Erkrankungen im Alter hinzukommen, sollte die Versorgung und Pflege an erster Stelle stehen. Einige Krankheiten können zudem im Alter schlimmer werden. Geistige Erkrankungen wie eine Demenzerkrankungen zählen beispielsweise dazu. Für Betroffene ist es sehr schlimm, dass sie sich an vieles nicht mehr erinnern können oder mehrmals täglich dasselbe erzählen. Zudem kann es für die Angehörigen sehr belastend sein, wenn sie sehen, wie ihre Liebsten immer weiter abbauen und dieser Prozess nicht aufzuhalten ist. Verschiedene Hilfsangebote und Hilfsmittel sollten in diesem Fall unbedingt in Anspruch genommen werden, denn sie haben sowohl positive Auswirkungen auf die pflegebedürftigen Menschen als auch auf die Angehörigen. Sofern es der gesundheitliche Zustand eines Menschen zulässt, sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Person lange in ihrem gewohnten Umfeld bleiben kann. Ein Umzug, der immer eine Veränderung mit sich bringt, kann sowohl positive als auch negative Folgen haben. Ältere Menschen haben zudem große Schwierigkeiten, mit Veränderungen zurechtzukommen.

Weitere Artikel
Langeweile ist für viele Kinder ständiger Begleiter beim Kirchgang. Den Aufbau der heiligen Messe zu kennen dient einer bewussteren Mitfeier der heiligen Geheimnisse. (Teil 1 von 3)
04.08.2022, 05  Uhr
Florian Kopp
50 Jahre nach dem Attentat auf die israelische Mannschaft ist es wichtig, dass Deutschland es den Angehörigen ermöglicht, mit diesem Kapitel Frieden zu schließen, meint Ludwig Spaenle.
04.09.2022, 19  Uhr
Ludwig Spaenle
Themen & Autoren

Kirche

Kardinal Woelki hält an der Kölner Hochschule für Katholische Theologie fest und hofft in Sachen Konkordat auf eine baldige Einigung zwischen der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen und ...
27.09.2022, 07 Uhr
Vorabmeldung
Karl-Heinz Menke analysiert den „Orientierungstext“ des Synodalen Wegs. Dieser sei „durchzogen von nicht nur tendenziösen sondern auch falschen Behauptungen“.
26.09.2022, 14 Uhr
Vorabmeldung