Impulse des „Instituts für Ehe und Familie“ für Tagespost-Leser

Werdet wie die Kinder

Lassen wir unsere Gedanken nicht trüben von der Sorge vor allen Eventualitäten. Es können ja nicht alle eintreten.

Kinderlachen gegen Coronavirus
Was angesichts der Corona-Situation gefragt ist: sich erkennen als geliebtes Kind Gottes, das geborgen ist in Seiner Gegenwart. Foto: Ralf Hirschberger (dpa-Zentralbild)

Am Samstag hat es mich erwischt. Mit voller Schlagseite, und das bereits in der ersten Woche der einschränkenden Corona-Maßnahmen. Getroffen hat mich nicht das Virus selbst, Gott sei Dank. Aber meine Stimmung war im Keller. Während der wenigen Tage, an denen ich mit meiner Familie die Wohnung nicht verlassen hatte, sind als neue Mitbewohner Hoffnungslosigkeit und Mutlosigkeit in meine Seele eingezogen.

Kinderlachen holt in die Gegenwart zurück

Wie ein Strudel hat mich die negative Kraft, der ich durch Grübeln Raum gab, den ganzen Tag weiter hinuntergezogen. „Was wäre wenn“-Vorstellungen mit wenig rosigen Optionen trieben mir Tränen in die Augen, die ich nicht zurückhalten konnte.

Plötzlich holt mich Kinderlachen in die Gegenwart zurück. Ein Blick ins Kinderzimmer zeigt mir meine friedlich spielenden Töchter am Boden sitzend, ihre Puppen für einen Ball frisieren und kreativ neue Kleider aus Stoffresten basteln. Sie stellen für jede Figur Stimmen nach, lachen und sind ganz versunken in der Freude, in der Gegenwart ihres Spiels. Sie merken nicht einmal den verheulten Griesgram in der Türe, der sie beobachtet.

Das Gute sehen, das immer da ist

„Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…“, kommt mir in den Sinn. Ohne Angst vor dem Morgen. Ohne die Gedanken trüben zu lassen von der Sorge vor allen Eventualitäten, die ja sowieso nicht alle eintreten können. In der Gegenwart bleiben, das Gute sehen, das immer da ist. Frieden erleben im Hier und Jetzt. Sich erkennen als geliebtes Kind Gottes, das geborgen ist in Seiner Gegenwart.

Selber Tag, am Abend: Meine Mädchen sitzen wieder zusammen und lachen. Doch diesmal bin ich dabei, und ebenfalls der Rest der Familie. Wir lachen alle. Die Würfel sind gefallen, denn: „Mensch ärgere dich NICHT!“

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Ehe und Familie (IEF) in Wien, einer Einrichtung der Österreichischen Bischofskonferenz, bietet Ihnen „Die Tagespost“ für die Dauer der Corona-Krise täglich einen Tipp für Ehen und Familien. Weitergehende Hintergründe, Informationen und Analysen finden Sie in Ihrer jeden Donnerstag erscheinenden TAGESPOST sowie auf www.ief.at

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