Sydney

Australien: Katholische Bildung gefährdet

In Australien erwarten katholische Bildungseinrichtungen Diskriminierungsklagen von LGBT-Aktivisten.

Bildung: Religionsfreiheit in Gefahr
Australien: Katholische Bildungseinrichtungen erwarten Diskriminierungsklagen von LGBT-Aktivisten. Foto: Mascha Brichta (dpa-mag)

Erzbischof Anthony Fisher von Sydney hat davor gewarnt, dass katholische Schulen in Australien zunehmend unter den Druck von LGTB-Aktivisten kommen könnten.

Bereits ein Fall anhängig

Es gibt bereits einen solchen Fall in der Gemeinde Ballarat im Bundesstaat Victoria, wo einen ehemalige Lehrerin des überkonfessionellen „Ballarat Christian College“ ein Antidiskriminierungsverfahren gegen die Schule eingeleitet hat und dabei von der Gruppe Equality Australia unterstützt wird.  Fisher sagte, dass der Fall Ballarat „sorgfältig geplant zu sein scheint, um die derzeitigen Bemühungen zum Schutz der Religionsfreiheit in Australien zunichte zu machen“. Hier werde das Recht konfessioneller Schulen in Frage gestellt, „zu unterrichten, dass die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau besteht – und zu verlangen, dass das eigene Lehrpersonal dieses Verständnis nicht untergräbt“.  Dadurch werden auch die Erwartungen von Eltern an die Schulen bezüglich der religiösen Werte untergraben.

20 Prozent der australischen Schulen in katholischer Trägerschaft

Rund zwanzig Prozent der australischen Schulen sind in katholischer Trägerschaft. Viele Schulen werden auch von Ordensgemeinschaften betrieben oder sind Eliteschulen wie das „St. Ignatius' College“ an Sydneys Nord Shore mit einer eigenen Sternwarte.

Neben den Aktivisten tut auch die Politik das ihre dazu, den Druck auf katholische Schulen auszuüben.  Nach  Erzbischof Fisher ist auch deswegen zu erwarten, dass die Schulen in  zunehmend kostspielige und aufwändige Verfahren verwickelt werden, wie er gegenüber der Zeitung „The Australian“ erklärt hat.  Nach seiner Auffassung würden die ideologisch motivierten Aktivisten die Finanzierung von Schulen, Krankenhäusern und Wohlfahrtseinrichtungen, die sich in religiöser Trägerschaft befinden, völlig abschaffen. Auch der gemeinnützige Status der Kirche sei in Gefahr.

DT/ari

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