Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Der Literaturwissenschaftler und Philosoph Rüdiger Safranski fordert, dass das „inflationäre Geschwätz von Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie“ aufhöre, weil dadurch das Denken blockiert werde. Aus Sicht des 73-Jährigen ist die „islamische Masseneinwanderung“ die entscheidende Herausforderung der Zukunft. Gegenüber „Spiegel online“ sagte er: „Vieles spricht dafür, dass wir mit riesigen Migrantenströmen zu rechnen haben.“ Man müsse sich fragen, ob „wir in dieser Situation die liberale Gesellschaft, die wir sind, noch aufrechterhalten“ können. Safranski, der in diesem Jahr mit dem Deutschen Nationalpreis geehrt wird, welchen die von Altbundeskanzler Helmut Schmidt gegründete Deutsche Nationalstiftung verleiht, hob hervor, dass es keine „Pflicht zur Fremdenfreundlichkeit, sondern die Pflicht zur Hilfsbereitschaft und zur wechselseitigen Höflichkeit“ gebe, vor allem „die Pflicht, das Maß der Verträglichkeit zu bedenken“. Ferner: „Je größer der Zustrom, umso geringer die Chance der Integration.“ Auch warnte Safranski, der mit Schopenhauer- und Heidegger-Biographien bekannt wurde, vor einer Gleichsetzung von konservativen Positionen mit Rechtsradikalität.

US-Präsident Donald Trump hat eine der beiden Bibeln, auf die er 2017 seinen Amtseid leistete, an das Washingtoner Bibelmuseum gespendet. Die Bibel stammt aus Familienbesitz; Trump erhielt sie von seiner Mutter im Alter von neun Jahren. Sie begleitete ihn durch seine Sonntagsschulzeit an der „First Presbyterien Church“ im New Yorker Stadtteil Queens.

Die Trump-Bibel enthält auf ihrer ersten Seite eine handschriftliche persönliche Widmung seiner 2000 gestorbenen Mutter Mary Ann Macleod Trump. Das Andenken an seine Mutter sei etwas ganz Besonderes, so der Unternehmer. Er habe das Buch regelmäßig aufgeschlagen. Die Bibel gehört nun zum Bestand des privaten Museums auf der Washington Mall, das im November 2017 eröffnet wurde und Bibeln mehrerer US-Präsidenten ausstellt.

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Kirche

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