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„Tagespost“-Autor Wolff: Der Weihnachtsbaum symbolisiert den Baum des Lebens

Der Baum als Symbol. Bäume spielen in vielen Kulturen und Religionen eine wichtige Rolle. Auch das Christentum kommt nicht am Baum vorbei.
Weihnachtsbaum
Foto: Swen Pfoertner (dpa) | Der Weihnachtsbaum, so Uwe Wolff, symbolisiert den Baum des Lebens.

Der katholische Autor Uwe Wolff meditiert in einem Essay über die Bedeutung der Bäume in verschiedenen Kulturen und Religionen: „In der geistlichen Welt sind Bäume geheimnisvolle Quellen der Inspiration. So erfährt Buddha unter einem Feigenbaum die Erleuchtung. Noch heute wird ein Ableger dieses heiligen Baumes in Bodhgaya verehrt. Bei den Germanen war der Baum ein Symbol der Einheit des Lebens. Die Krone der immergrünen Weltesche Yggdrasilreicht bis in den Himmel. Ihr Stamm trägt die Welt der Menschen, und zwischen ihren Wurzeln wohnen die Nornen. Sie bestimmen das Schicksal der Menschen. Symbol des Weltenbaumes war auch die berühmte Irminseule. Sie markierte wie der Baum im Paradies einen heiligen Hain, in dem kein Tier getötet werden durfte.“

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Das Symbol Baum

Auch im Christentum und Judentum spielen Bäume, so Wolff, eine sehr wichtige Rolle – nicht nur zur Weihnachtszeit: „Bonifatius und die iroschottischen Missionare fällten diese germanischen Heiligtümer und bauten aus ihrem Holz die ersten Kirchen.“ Und: „In den Psalmen ist der Baum ein Sinnbild für Standhaftigkeit.“

Bäume, so Wolff weiter, brauchen Wurzeln. So wie der Mensch. Das macht Bäume zu starken Symbolen. „Wie die Wurzeln in die Tiefe des Lebens, so strebt der Baum in jene Höhen, die über uns hinausweisen in den Himmel. Das gilt besonders für den Weihnachtsbaum. Er symbolisiert den Baum des Lebens. Deshalb ist Weihnachten das Freudenfest des wiedergefundenen Paradieses.“ DT/mee

Uwe Wolff über die Bedeutung der Bäume. Lesen Sie den ganzen Text in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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