Film & Kino

Fantasie für die Lebensbewältigung

„Brücke nach Terabithia“ (2006) – Teil 8 der Serie Familienfilme Von José García
Filmszene aus „Brücke nach Terabithia“
Foto: IN

Der auf Katherine Patersons Roman „Die Brücke in ein anderes Land“ basierende Spielfilm von Gabor Csupo erzählt von zwei jugendlichen Außenseitern, die sich in eine gemeinsame Fantasiewelt zurückziehen. Jess Aarons (Josh Hutcherson) möchte der beste Läufer seiner Schule sein. Als Einzelgänger wird er jedoch von seinen Mitschülern immer wieder schikaniert. Mit seinen vier teils pubertierenden Schwestern hat er es auch nicht leicht. Sein Leben ändert sich jedoch, als Leslie Burke (Anna Sophia Robb) neu auf die Schule kommt. In ihr findet Jess eine Seelenverwandte, die wegen ihrer überbordenden Vorstellungskraft ebenfalls bei den Mitschülern aneckt. In einem nahe gelegenen Waldstück erschaffen sie gemeinsam die von Fabelwesen bewohnte Fantasie-Welt „Terabithia“. Doch dann geschieht ein schwerer Schicksalsschlag, und nichts ist mehr, wie es war.

Immer auf Augenhöhe mit ihren Protagonisten erzählt Regisseur Gabor Csupo eine Geschichte über Freundschaft und die Kraft der Fantasie, die keine Parallelwelt erschafft, sondern die eigene Wirklichkeit zu bewältigen hilft. Konsequent setzt er die spektakulären Spezialeffekte von Richard Taylors Weta-Team sparsam ein, das für die visuellen Effekte der „Der Herr der Ringe“-Trilogie mehrere Oscars gewann. Der Name Terabithia verweist darüber hinaus auf eine ähnlich klingende Insel namens Terabinthia, die in zwei Narnia-Bänden erwähnt wird. Nicht Eskapismus steht im Mittelpunkt von „Brücke nach Terabithia“, sondern die Gefühlswelt der Heranwachsenden. Der Film behandelt tiefgründige Fragen wie Tod und Verlust.

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