Viele Deutsche im im digitalen Abseits

Erstmals nutzen mehr als 80 Prozent der Deutschen das Internet, viele fühlen sich für die digitale Lebenswelt jedoch nicht gewappnet. Das ist das Ergebnis des am Dienstag in Berlin vorgestellten D21-Digital-Index. 32 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Dynamik und Komplexität der Digitalisierung überfordere. Die Initiative D21 forderte deutlichere Anstrengungen in allen Bereichen der Bildung, „um nicht große Teile der Bevölkerung dauerhaft von der digitalen Teilhabe auszuschließen“. Die deutsche Gesellschaft sei bezüglich ihrer digitalen Möglichkeiten in vielerlei Hinsicht gespalten, hieß es. Der Digital-Index identifiziert drei Hauptgruppen: 34 Prozent sind den „Digitalen Vorreitern“ zuzuordnen, Menschen, die sich alltäglich und souverän in der digitalen Welt bewegen und mit den aktuellsten Entwicklungen Schritt halten. Den größten Teil machen mit 41 Prozent die „Digital Mithaltenden“ aus, die sich gelegentlich in der digitalen Welt bewegen und dort einigermaßen zurechtfinden. Ein Viertel der Bevölkerung, das sind 16 Millionen Menschen, gehört zu den „Digital Abseitsstehenden“. Diese partizipieren gar nicht oder nur in sehr geringem Umfang an der digitalen Welt. Vor allem die über 65-Jährigen stehen im digitalen Abseits, wie der Digital-Index zeigt. Menschen mit hoher formaler Bildung haben einen höheren Digitalisierungsgrad als Menschen mit niedriger Bildung. DT/epd

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15.08.2021, 11  Uhr
Peter Winnemöller
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