Spaltung der Deutschen Burschenschaft abgewendet

Der letzte Burschentag war im Streit zwischen liberalen und erzkonservativen Studentenverbindungen abgebrochen worden. Die Spaltung des Dachverbands drohte. Ein außerordentliches Treffen bannt nun die Gefahr. Die Liberalen können punkten. Eine Spaltung der Deutschen Burschenschaft scheint vorerst abgewendet. Auf dem außerordentlichen Burschentag in Stuttgart setzte sich am Samstag der liberale Flügel des Dachverbands von Studentenverbindungen mit der Forderung durch, den wegen Äußerungen zur NS-Vergangenheit umstrittenen Chefredakteur der Verbandszeitung abzuwählen. Auch die bislang an Deutschstämmigkeit orientierten Aufnahmeregelungen wurden gelockert, wie Michael Schmidt von der liberalen Initiative Burschenschaftliche Zukunft (IBZ) sagte. Die konservative Ausrichtung des Verbands habe sich aber grundsätzlich nicht verändert. Der bisherige Verbands-Chefredakteur Norbert Weidner hatte für Streit gesorgt, da er den NS-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer als Landesverräter und dessen Hinrichtung als „juristisch gerechtfertigt“ bezeichnet hatte. Dafür muss er sich inzwischen vor Gericht verantworten. Ein anderer Verbandsbruder habe seine Aufgabe übertragen bekommen, teilte der Verband mit. DT/dpa

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