Spaenle: Hauptschulen als Angebot für Migranten

Berlin (DT/KNA/sei) Der neue Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU), will die Hauptschule als spezielles Angebot für Migranten aufrechterhalten. Zentraler bildungspolitischer Auftrag dieser Schulart in Ballungszentren sei es, Schülern ein „niederschwelliges Bildungsangebot“ zu machen, sagte der bayerische Kultusminister der Berliner „tageszeitung“ am Mittwoch. Das gelte „gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund“. Spaenle verwies auf Bayern, wo an der Hauptschule die Sprachförderung ausgebaut werde, wo es ein eigenes Programm zur Integration und schulischen Bildung gebe und ein landesweiter Modellversuch laufe, der den Islamunterricht in den Regelunterricht einbette. „Ich halte es geradezu für eine Pflicht, dass ich für ein Drittel der Schüler, oder vielleicht perspektivisch für ein Viertel, ein Kernschulangebot vorhalte, dass den Ansprüchen insbesondere der Vorbereitung auf die duale Ausbildung gerecht wird“, so Spaenle. Er übernimmt an diesem Freitag den Vorsitz der KMK. Spaenle kritisierte auch Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) dafür, „den klassenkämpferischen Ansatz der anderen Seite internalisiert“ zu haben, weil dieser „das dreigliedrige Schulsystem für ständisch“ halte. In mehreren Bundesländern, außer Hamburg auch Berlin und das Saarland, steht derzeit politisch der Wegfall der Hauptschulen an.

(siehe Beitrag Seite 10)

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