Schau zum 150. Geburtstag von Käthe Kollwitz in Köln

Das Käthe Kollwitz Museum in Köln hat die vierte und letzte Ausstellung zum 150. Geburtstag seiner Namensgeberin eröffnet. Unter dem Titel „Kollwitz neu denken“ fragt die bis 10. Dezember dauernde Schau nach dem Einfluss der großen Grafikerin und Bildhauerin auf die Kunst der Gegenwart, wie das Museum am Donnerstag in Köln mitteilte. In Zusammenarbeit mit der Berliner Akademie der Künste präsentiert das Museum mehr als 70 Exponate von 21 Trägern des 1960 von der Akademie begründeten Käthe-Kollwitz-Preises. Das Bekenntnis von Käthe Kollwitz (1867–1945) „Ich will wirken in dieser Zeit“ sei noch heute ein Impuls – auch für das Kunstschaffen im 21. Jahrhundert, hieß es bei der Ausstellungseröffnung. Die Kollwitz-Preisträgerin 2017, Katharina Sieverding, sagte: „The Artist is present – Kollwitz vor allem in ihren Selbstbildnissen. Diese politische Haltung verbindet uns.“ Die mehrfach ausgezeichnete Fotografin ist mit vier großformatigen Fotoarbeiten vertreten. Selbstporträts aus ihrem Zyklus „Maton-Solarisation“ von 1969 eröffnen an der Schauwand des Museums die Jubiläumsschau. Zu sehen sind zudem Werke weiterer namhafter Preisträger, wie der diesjährigen documenta-Teilnehmer Miriam Cahn, Douglas Gordon und Mona Hatoum oder der Kölner Künstler Martin Kippenberger sowie Horst Münch. Sie setzen sich mit Aussagen des Kollwitz-Oeuvres in den Medien Malerei, Skulptur, Zeichnung, Installation, Fotografie, Film und Video auseinander. „Der Aufschrei von Käthe Kollwitz, die Gesellschaft in der künstlerischen Produktion nicht zu vergessen, ist heute so aktuell wie nie zuvor“, erklärte Kuratorin Anke Hervol. Mit seiner weltweit umfangreichsten Sammlung wolle das Haus ein umfassendes Bild der Künstlerin liefern, hieß es. DT/KNA

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