Sanierungsplan für die Weltbild-Gruppe steht

Die Zahl der Beschäftigten muss noch ausgehandelt werden

Der Sanierungsplan für den insolventen Weltbild-Konzern steht. Das berichtet das „manager magazin“ in seiner neuen Ausgabe (Freitag). Der Neustart der Gruppe solle in den kommenden Monaten durch Kostensenkungen in zweistelliger Millionenhöhe erreicht werden. Bis zum Weihnachtsgeschäft ist vorgesehen, dass das Unternehmen wieder Gewinne macht. Nach der in den nächsten Wochen angestrebten Vermögensübertragung auf eine neue Firma werde diese mit 100 Millionen Euro Eigenkapital ausgestattet und schuldenfrei sein. 20 Millionen Euro davon seien frisches Geld vom neuen Mehrheitseigner Paragon Partners.

Weitere Pläne werden mit dem Betriebsrat besprochen

Vor der endgültigen Vertragsunterzeichnung mit dem Investor müsse noch die Zahl der Beschäftigten ausverhandelt werden, schreibt das Magazin. Dies könne noch einmal den Abbau von bis zu 200 Stellen bedeuten. Die tatsächliche Zahl stehe aber noch nicht fest, heißt es in dem Beitrag unter Berufung auf nicht näher genannte Kreise. Der Sprecher des Insolvenzverwalters, Patrick Hacker, sprach gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) von einer „Spekulation“. Über solche Pläne müsste zunächst mit dem Betriebsrat gesprochen werden.

Nach der Unterzeichnung ein neues Geschäftsmodell

Die Verhandlungen zwischen dem Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und Paragon Partners verliefen planmäßig und kämen zügig voran, erklärte Hacker. Dabei wollte er sich nicht festlegen, ob sie noch im Mai oder erst im Juni abgeschlossen werden könnten. Die katholische Kirche als Alt-Eigentümer wird im Unterschied zu den Gläubigerbanken von Weltbild an dem neuen Unternehmen nicht mehr beteiligt sein.

In den Monaten nach der Unterzeichnung werde das von Paragon gestellte neue Management das Geschäftsmodell renovieren, heißt es im „manager magazin“. Das Zusammenspiel zwischen Onlinehandel und Filialen werde neu organisiert, Marketing und Katalogproduktion teilweise ausgelagert und das „völlig zerfranste Sortiment zurechtgestutzt“.

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