Rot-Grün in NRW will Latein für Lehrer kippen

Lehramtsstudenten in Nordrhein-Westfalen sollen künftig kein Latinum mehr vorweisen müssen. „Eine Latinumspflicht für Lehramtsstudenten ist heute weder zeitgemäß, noch erschließt sich die fachliche Notwendigkeit für die in der Lehramtszugangsverordnung festgelegten Fächer“, sagte Ruth Seidl, hochschulpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Düsseldorfer Landtag, der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwoch). Die Qualität des Lehrpersonals messe sich nicht daran, „ob ein Latinum in Form einer Staatsprüfung zusätzlich zum Studium erworben wurde“. Die Grünen seien „offen für eine Debatte zur Abschaffung“ der Latinums-pflicht. Seidl will prüfen lassen, ob sich Grundkenntnisse durch einen „im Studium implementierten Lateinkurs a fünf Credit Points“ vermitteln lassen. Ein Credit Point entspricht etwa 30 Arbeitsstunden. Auslöser ist eine Resolution der Studentenvertretung (Asta) der Ruhr-Uni Bochum. Der Bochumer Asta fordert die Abschaffung der Latinumspflicht für Gymnasial- und Gesamtschullehrer in Fächern wie Englisch, Französisch, Italienisch, Geschichte und Philosophie. DT/KNA

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