Ungeschminkt

Pubertätsblocker: „Und sie schaden doch!“

Hormonelle Manipulationen der natürlichen Entwicklung des Menschen sind keine medizinische Behandlung, sondern Körperverletzung, denn Pubertät ist der biologische Normalfall und keine Krankheit, auch wenn sie Millionen Eltern und Kinder in den Wahnsinn treibt.
Symbolbild: Geschlechtsumwandlung
Foto: imago stock&people | Geschlechtsoperationen und Hormongaben sind schwere Körperverletzungen, die der Natur ins Handwerk pfuschen: Ein Gericht in England hat solche missbräuchliche Manipulationen an Kindern und Jugendlichen jetzt unter ...

„Voodoo-Studien“ nennen es die Amerikaner, wenn vorzugsweise im Sammelbecken der Sozialwissenschaften eine These nur dann funktioniert, wenn in Ermangelung empirischer Beweise stattdessen mit den Mitteln der Beschwörung gearbeitet wird. Darunter fallen etwa die „Kritischen Weisseinsstudien“ zur gefühlten Rassismuserfahrung durch die Untaten alter weißer Männer, aber auch die „Gender Studies“ als feministische Ersatzreligion. Gut bewacht von universitären „Hohepriester*Innen“ werden dort Wahrheiten verkündet und gegen unerhörte Ketzerei verteidigt. Wie in allen Kulten droht Abtrünnigen die Exkommunikation.

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„Du sollst nicht zweifeln“ als oberstes Gebot eines Genderkultes inklusive Genesis: Man ist selbst Gott und Schöpfer eigener Identität und Körper.

Ich bin, was ich sein will, man könnte es auch Pippi-Langstrumpf-Logik nennen, es wäre aber zu harmlos für das Böse, das diese Idee im Fahrwasser mitbringt. Wo der eine Gott nicht existiert, da ist, wie Dostojewski richtig erkannte, alles erlaubt. Auch die Erhebung über Fakten, Wissenschaft und Körper. Mit aller Macht und allen Mitteln.

Geistige Reife fehlt

Genau hier hat England gerade eine Zäsur gesetzt, um fortan Kinder davor zu schützen, sich selbst zu verstümmeln bei dem Versuch, das Geschlecht zu wechseln. Es brauchte die gerichtliche Klage einer 23-Jährigen gegen die größte Genderklinik der Insel, damit der High Court nun urteilte, dass ein Kind unter 16 Jahren schlicht nicht die geistige Reife habe, in diese massiven gesundheitlichen Langzeitschäden einzuwilligen. Sie klagt an, man habe sie als Teenager leichtfertig zu der Behandlung mit Pubertätsblockern verleitet, heute ist sie nach der Körperreise von Frau zu Mann und zurück im Ergebnis verstümmelt und unfruchtbar.

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Pubertätsblocker sind keine medizinische Behandlung, sondern Körperverletzung, denn Pubertät ist der Normalfall und keine Krankheit, auch wenn sie Millionen Eltern und Kinder in den Wahnsinn treibt. Diese Pillen verhindern kein Leid, sondern die gesunde Entwicklung eines Kindes. Es sind Hormonbomben, die jede Anti-Babypille daneben wie Kinderbonbons verblassen lassen. Schaden an Knochenwachstum, Gehirnentwicklung, psychische Störungen und Unfruchtbarkeit inklusive, um nur einige Nebenwirkungen zu nennen. Dass man sie in England nun für Kinder verboten hat, könnte weltweit Signalwirkung haben und sei es nur, dass andere Kliniken, die auch schon Kleinkinder behandelten, es jetzt mit der Angst zu tun bekommen, auf Millionensummen verklagt zu werden. Wieviel Schmerzensgeld sollte es geben, für die Verursachung von Unfruchtbarkeit? Wieviel für in Folge voreilig amputierte Brüste?

„Schaden an Knochenwachstum, Gehirnentwicklung,
psychische Störungen und Unfruchtbarkeit“

Galileo Galilei musste trotz wissenschaftlicher Beweislage 1633 auf Drängen der Inquisition seiner Lehre abschwören, wonach sich die Erde wirklich um die Sonne dreht. Rehabilitiert wurde er erst rund 360 Jahre später durch den Vatikan. Jenen Wissenschaftlern, die sich seit Jahren als transphobe und intolerante Ketzer beschimpfen lassen mussten, weil ihre Wahrheit nicht ins Weltbild der geschlechtlichen Selbstinszenierung passte, wurde nun bereits in 2020 eine Rehabilitation zuteil. „Und sie schaden doch“, könnte man analog trotzig zu Galileis „Und sie bewegt sich doch“ ausrufen.

Zurück bleiben Tausende von Kindern, die auf dem Altar eines Genderkultes geopfert wurden, als Kollateralschäden von Ideologen, die ihnen unter Ignoranz medizinisch belegter Fakten ermöglichten, ihre Gesundheit im Namen der „Selbstbestimmung“ zu ruinieren. Denen man lieber half, ihren Körper zu hassen und zu verstümmeln, anstatt ihnen das Tor zu öffnen, sich mit ihm zu versöhnen.

Erwachsene dürfen ihre Sexualität nicht therapeutisch behandeln lassen?

Schlimmer noch, in Deutschland hat das im Mai 2020 verabschiedete sogenannte Verbot von „Homoheilern“ im selben Atemzug auch ein Verbot von „Transheilern“ verabschiedet. Therapeuten, die den Wunsch nach Geschlechterwechsel bei Kindern heute noch hinterfragen, drohen strafrechtliche Konsequenzen. Die Voodoo-Wissenschaften des Genderkultes sind nicht harmlos, denn sie spielen nicht mit Strohpuppen, sondern mit realen Kindern. Wie viele wollen wir noch opfern, bevor wir sie stoppen?

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