Peter Hahne kritisiert „Moralin-Menschen in Politik und Kirchen“

In seiner aktuellen Kolumne übt der Bestseller-Autor und TV-Moderator Peter Hahne deutliche Kritik an den Verantwortlichen in Politik und Kirche im Zuge der Flüchtlingskrise und der Vorkommnisse in Chemnitz.
Peter Hahne kritisiert Politik und Kirchen
Foto: Ralf Hirschberger (dpa) | „Man fühlt sich doch für dumm verkauft, wenn allein der Rechtsradikalismus als deutsches Problem benannt wird. Der ist es auch, aber nicht nur", meint Peter Hahne.

In seiner aktuellen Kolumne für die katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“ übt der Bestseller-Autor und TV-Moderator Peter Hahne deutliche Kritik an den Verantwortlichen in Politik und Kirche im Zuge der Flüchtlingskrise und der Vorkommnisse in Chemnitz. Die Menschen, so Hahne, würden sich Sorgen machen, was aus Deutschland werde. „Man fühlt sich doch für dumm verkauft, wenn allein der Rechtsradikalismus als deutsches Problem benannt wird. Der ist es auch, aber nicht nur.“ „Willkommene Schutzsuchende“ der Bundeskanzlerin würden „ganze Arbeit“ leisten, so der 65-Jährige. „Auch der organisierten Kriminalität arabischer Clans steht man hilflos gegenüber. Die Politik lässt ihre Beamten plus Bevölkerung im Stich.“

Peter Hahne: Deutschland meint, der therapeutische Chefarzt für eine "Welt in der Reha" zu sein

Darunter leide auch das Ansehen Deutschlands in der Welt: „Deutschland meint unverdrossen mit oberlehrerhafter Attitüde, der therapeutische Chefarzt für eine „Welt in der Reha“ zu sein. Die Moralin-Menschen in Politik und Kirchen übertreffen sich in maßloser Empörung. Dabei sind sie es doch, die längst zum Patienten auf der Couch geworden sind.“

Harte Worte für Umgang der Kirchen mit aktuellen Entwicklungen

Harte Worte findet der langjährige ZDF-Journalist auch für den Umgang der Kirchen mit der aktuellen Entwicklungen. „Und wo sind eigentlich die Kirchen, die einer Spaltung (bis in Gemeinden und Familien hinein!) wehren? Sie machen fleißig mit bei der pauschalierenden Publikumsbeschimpfung. Das geht allerdings nur so lange, wie der Staat für sie üppigstes Geld eintreibt. Die beiden Päpste haben Recht: Das dicke (deutsche) Geld erstickt den ohnehin dünnen Glauben. Eine arme Kirche wäre hellsichtig gegenüber dem wahren Problem ihrer Gläubigen – der wachsenden Fremdenfeindlichkeit, nämlich der Feindlichkeit vieler Fremder gegenüber den Deutschen, den Christen, dem Kreuz.“

Auftritt bei Maischberger

Bereits bei seinem Auftritt im Mai 2018 in der Sendung von Sandra Maischberger übte Peter Hahne
Kritik am Zeitgeist. In der Sendung mit dem plakativen Titel "Man wird ja wohl noch sagen dürfen!"
warnte der ehemalige ZDF-Moderator vor der zersetzenden Kraft der politischen Korrekheit.
An dem Wort Zigeunerschnitzel findet Hahne nichts diskriminierendes und beharrte auf die weitere Verwendung. Diese Ansicht löste in der Sendung eine heftige Diskussion aus. Hahne wurde vorgeworfen, rassistische Sprache zu verwenden.

„Schluss mit euren ewigen Mogelpackungen!“ 

Im Februar 2018 erschien das neue Buch „Schluss mit euren ewigen Mogelpackungen!“, indem der Journalist absurde Beispiele der politischen Korrekheit aus Gesellschaft und Politik zusammenträgt. Mit der für ihn typischen Mischung aus Polemik und scharfer Zunge kritisiert er in seinem Buch Gutmenschen und die rot-grüne Ideologie. Dabei wird der Finger direkt in die Wunde gelegt und kein Blatt vor den Mund genommen.


Warum sich Kirche und Politik in der aktuellen gesellschaftspolitischen Situation falsch verhalten, lesen Sie in der Tagesposting-Kolumne von Peter Hahne in der aktuellen Ausgabe der "Tagespost" vom 20. September. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

DT

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