Opus Dei-kritischer Film bekommt Preise

Der Film „Camino“ von Regisseur Javier Fesser hat bei der Verleihung der spanischen Filmpreise in Madrid sechs Goya-Preise gewonnen. Mit seiner harten Kritik an der in Spanien gegründeten päpstlichen Personalprälatur Opus Dei erregte das Werk großes Aufsehen. Der Film erzählt die Geschichte der 14-jährigen Spanierin Alexia Gonzalez-Barros, die 1985 nach langer, schmerzhafter Krankheit starb. Ein vom Opus Dei angestoßener Seligsprechungsprozess ist im Gange. Der Regisseur wirft der Personalprälatur vor, das Leiden des Mädchens für eigene Zwecke missbraucht zu haben. Die katholische Kirche in Spanien zeigte sich empört über den Film. Die Kirche werde „negativ und düster“ dargestellt, und das Opus Dei erscheine als eine grausame, irrationale und manipulierende Sekte, erklärte der Film-Beauftragte der Spanischen Bischofskonferenz, Juan Orellana. Das Opus Dei selbst sprach von einer „Verfälschung der Tatsachen“. Die Familie der Verstorbenen ließ mitteilen, zu keinem Zeitpunkt für die Interessen des Opus Dei missbraucht worden zu sein. DT/KNA

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