„Nobelpreis für Theologie“ für zwei Tagespost-Autoren

Diesjähriger Ratzinger-Preis geht an die Philosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz und den Exegeten Ludger Schwienhorst-Schönberger.
Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
Foto: Bjoern Haenssler | Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, die seit vielen Jahren für „Die Tagespost“ schreibt, war bis zu ihrer Pensionierung 2011 Professorin für Religionsphilosophie und vergleichende Religionswissenschaft an der TU Dresden.

Den diesjährigen Joseph-Ratzinger-Preis für herausragende Beiträge zum wissenschaftlich-theologischen Diskurs, der weithin als „Nobelpreis für Theologie“ bezeichnet wird, erhalten zwei Wissenschaftler, die „Tagespost“-Lesern als Autoren dieser Zeitung vertraut sind: Ausgezeichnet werden der Wiener Alttestamentler Ludger Schwienhorst-Schönberger und die Philosophin und Religionswissenschaftlerin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz. Das gab die vatikanische Stiftung Joseph Ratzinger-Benedikt XVI. am Freitag bekannt. Die Preisverleihung wird Papst Franziskus am 13. November im Vatikan vornehmen.

Führenden Experten für die Weisheitsbücher der Bibel

Ludger Schwienhorst-Schönberger gilt als einer der führenden Experten für die Weisheitsbücher der Bibel. Er ist seit 2007 Professor für Altes Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Zuvor lehrte der aus dem deutschen Lüdinghausen stammende Exeget und Hebraist an der Universität Passau. 

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Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, die seit vielen Jahren für „Die Tagespost“ schreibt, war bis zu ihrer Pensionierung 2011 Professorin für Religionsphilosophie und vergleichende Religionswissenschaft an der TU Dresden. Seither ist sie Vorstand des Europäischen Instituts für Philosophie und Religion (EUPHRat) an der „Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz“. Die in der Oberpfalz geborene Gerl-Falkovitz studierte Philosophie, Germanistik und Politische Wissenschaften in München und Heidelberg und gilt unter anderem als Expertin für das Denken von Edith Stein, Romano Guardini und Ida Görres.

Zur Feier im Vatikan am 13. November sind auch die Ratzinger-Preisträger des vergangenen Jahres, die australische Theologin Tracey Rowland und der französische Philosoph Jean-Luc Marion, eingeladen. 2020 konnte der Festakt aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

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