Nike Wagner und Mortier wollen Festspiele leiten

Nike Wagner und Gérard Mortier wollen die Bayreuther Festspiele im Sinn des „Zukunftsmusikers“ Richard Wagner weiterentwickeln. „Unsere gemeinsame Bewerbung steht für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Festspielidee Richard Wagners“, hieß es am Dienstag in einer Erklärung der Leiterin des Weimarer Kunstfestes und des internationalen Kulturmanagers zur Nachfolge von Festspielleiter Wolfgang Wagner. „Seit Wieland und Wolfgang Wagners spektakulärer Neupositionierung von Bayreuth im Jahr 1951 müssen sich die Festspiele erstmals die Frage stellen: Weitermachen oder Neubeginn, Traditionalismus oder Zukunftsvision? Gepflegtes Museum, Event-Wagner oder Musiktheater der Zukunft?“ Es gehe beiden um „höchste musiktheatralische Qualität, um die – nicht nur szenische – Auseinandersetzung mit dem Werk Wagners und darum, der zeitgenössischen Kreativität und ihren musikalischen, theatralischen und visuellen Kräften Raum zu geben“, erläutern die beiden. „Es geht um einen Wagner im europäischen und außereuropäischen Kontext.“ Nike Wagner und Mortier wollen ihr ausführliches Konzept den Mitgliedern des Stiftungsrates der Richard-Wagner-Stiftung bei ihrer Sitzung am 1. September in Bayreuth vorstellen. Mitglieder des Gremiums hielten sich am Dienstag weitgehend bedeckt. Auch wenn sich der Bund und der Freistaat Bayern bereits seit längerem für das Duo Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier ausgesprochen hatten, gibt es zumindest nach außen hin keinen Favoriten. „Wir werden uns die beiden Konzepte anschauen und sehen, welches in unserem Sinne ist“, sagte der Vorsitzende des Stiftungsrates, Toni Schmid, am Dienstag. DT/dpa

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