Marx: Hilfe für Weltbild ist moralische Verpflichtung

Das Erzbistum München und Freising will sich weiter beim katholischen Medienkonzern Weltbild engagieren. Es sei ihm ein großes Anliegen, „dass Weltbild eine Zukunft hat“, sagte Kardinal Reinhard Marx am Donnerstag in Freising. Dies sei ein Kraftakt, auch finanziell. Man werde „Millionen in die Hand nehmen, um hier eine Zukunft zu schaffen für viele, viele tausend Mitarbeiter“. Dies sei eine moralische Verpflichtung. Der Kardinal sagte, eine Summe zum Engagement seines Erzbistums wolle er nicht nennen. Welche deutschen Bistümer sich künftig weiter als Gesellschafter beteiligen, steht laut Marx noch nicht fest. „Es gibt keine endgültige Liste.“ Der Prozess müsse jedoch zügig abgeschlossen werden. „Alleine möchte ich es nicht machen.“ Wichtig sei nun, dass die finanzielle Unterstützung in einer Höhe erfolge, die auch die Banken bewege, sich zu engagieren. Dafür habe man „sehr gekämpft“. Es stelle sich die Frage, wie solch ein Medienunternehmen dem Auftrag der Kirche dienen könne. Letztlich müsse es sich jedoch am Markt bewähren. Auch das Bistum Münster will sich an der finanziellen Hilfe für den katholischen Medienkonzern Weltbild beteiligen. Eine definitive Entscheidung, auch über die Höhe, müsse jedoch der Kirchensteuerrat der Diözese bei seiner nächsten Sitzung fällen, sagte Generalvikar Norbert Kleyboldt am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Münster. Dieser Entscheidung wolle er nicht vorgreifen. Zugleich kündigte Kleyboldt an, dass sich die Diözese als „Mini-Gesellschafter“ bei Weltbild zurückziehen wolle. DT/KNA

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