Lob für klares katholisches Profil

Auswertung der Tagespost-Leserbefragung schließt mit Bestnoten in Sachen Leserzufriedenheit, aber auch mit Kritik am Online-Auftritt der Zeitung. Von Alexander Schmidt
Foto: Die Tagespost | Ein Blick auf die neue Internetseite der Tagespost.

Mehr als 90 Prozent aller Tagespost-Leser sind mit der Tagespost so zufrieden, dass sie die Zeitung sogar persönlich weiterempfehlen würden. Das ergab die erste Tagespost-Leserbefragung, deren Auswertung nun vorliegt. Die allgemeine Zustimmung zu Gestaltung, Inhalt und Nachrichtenmix beträgt sogar 93 Prozent. Keine andere Zeitung im deutschen Sprachraum informiert nach Einschätzung der Umfrage-Teilnehmer aus so klarer katholischer Perspektive über das Leben in Kirche und Welt. Nur 4 von 10 möglichen Punkten erhielt dagegen die bisherige Internetseite der Tagespost. Die Befragten wünschten sich mehr Kommentare (18 Prozent), mehr Verweise auf relevante Texte im Internet (14 Prozent) und mehr Nachrichten (11 Prozent). Die neu eingerichtete Online-Redaktion hat diese Punkte bereits aufgegriffen und bei der neu gestalteten Seite www.die-tagespost.de berücksichtigt.

99 Prozent aller Befragten befürworten die Einführung weiterer Schwerpunkte zu Glaubensvermittlung, Familie und Bildung. Höchstwerte erzielen dabei Familie, christliches Leben und Neuevangelisierung (8 von 10 Punkten) sowie Bildung und Wissen, Spiritualität im Alltag und Christenverfolgung (7 von 10 Punkten). Vor diesem Hintergrund wird nachvollziehbar, dass fast 45 Prozent aller Befragten in der Vergangenheit gerne mehr Berichte zum Glaubensleben im gesellschaftlichen Wandel gelesen hätten. Alle diese Punkte berücksichtigt „Die Tagespost“ durch die Neugestaltung der Zeitung im neuen Jahr in besonderer Weise.

Die Auswertung zeigt darüber hinaus, dass die Inhalte der Zeitung nicht nur geschätzt werden, sondern bei den Lesern lange nachwirken. Über 55 Prozent aller Befragten konnten spontan einen Beitrag nennen, der positiv in Erinnerung geblieben ist. Knapp 14 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass ihnen in den vergangenen drei Monaten ein Beitrag negativ im Gedächtnis geblieben sei. Der Allgemeinplatz „Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“ gilt für „Die Tagespost“ deshalb nur eingeschränkt. Das mag auch daran liegen, dass die überwiegende Zahl der Leser Autoren bevorzugt, deren Themen „über den Tag hinaus“ Geltung haben. Besonders häufig wurden in diesem Zusammenhang Beiträge der Schriftstellerin und Psychotherapeutin Christa Meves lobend hervorgehoben.

Insgesamt 964 Leserinnen und Leser beteiligten sich an der Umfrage, also fast 10 Prozent der gesamten Leserschaft. Doch nicht nur die Anzahl der Rückmeldungen überwältigte Redaktion und Verlag. Chefredakteur Oliver Maksan ist beeindruckt von der Sorgfalt und Ausführlichkeit, mit der die Teilnehmer die gestellten Fragen beantworteten und sogar ergänzten. „Die Antworten zeigen deutlich, wie intensiv sich unsere Leser mit der Zeitung auseinandersetzen. Aus vielen Einzelantworten spricht Expertenqualität und echte Leidenschaft für ,Die Tagespost'. Das macht diese Hinweise so wertvoll“, freut sich Maksan. „Ich bin allen Lesern dankbar, dass sie uns dabei geholfen haben, die Zeitung weiterzuentwickeln.“

Die Ergebnisse spiegeln über die Bewertung der Tagespost aus Leserperspektive hinaus auch die Konfliktlinien der Katholiken wider, unter anderem bei der Bewertung des Pontifikats von Papst Franziskus, der CDU unter Angela Merkel und der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD). Ein erheblicher Teil der Befragten kritisiert die Berichterstattung der Tagespost über Papst Franziskus beziehungsweise über die AfD als zu unkritisch, während ein anderer, gleich großer Teil eine kritischere Berichterstattung einfordert. Als Teil einer lebendigen und gleichzeitig echt katholischen Streitkultur will „Die Tagespost“ hierzu künftig als Wochenzeitung eine noch bessere Plattform für einen sachlichen und informativen Austausch bieten. Hier wie dort gilt für „Die Tagespost“ die Regel des Hl. Vinzenz von Lérins, nach der wahrhaft katholisch ist, „was in der Kirche überall, immer und von allen geglaubt wurde“. Innerhalb dieses Rahmens ist viel Platz für Austausch, Diskussion und unterschiedliche Sichtweisen.

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