Kurz Gefasst

Angesichts vieler Gewalttaten von Muslimen an Christen und weit verbreiteter Angst in Europa stellen Islamgegner immer wieder den Dialog mit der Weltreligion in Frage. Für Katholiken ist dies allerdings keine Option. Die Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils zum Umgang mit den Muslimen sind unmissverständlich: Mit „Hochachtung“ betrachtet die Kirche die Muslime und trotz der Zwistigkeiten der Vergangenheit ermahnt das Konzil die Gläubigen, sich um ein gegenseitiges Verstehen zu bemühen. Dieser Meinung schließt sich auch der Autor an. Für ihn gibt es keine Alternative zum Dialog. In seinem Text geht Grulich zentralen Gesichtspunkten nach, inwiefern ein Dialog möglich ist. Dabei greift er zentrale Grundfragen auf: Ist der Islam wirklich eine intolerante Religion? Gab es in der Geschichte Modelle des friedlichen Zusammenlebens? Was tun wir, um den Dialog zu fördern? Der Autor zeigt auf, dass der Koran in Bezug auf seine Aussagen zum Umgang mit Andersgläubigen uneinheitlich ist. Zudem macht er darauf aufmerksam, dass die Diskussionen über den Islam von Märchen geprägt seien und oftmals undifferenziert über die Religion der Muslime gesprochen werde. In einem historischen Rückblick zeigt Grulich Beispiele friedlichen Miteinanders auf: Spanien sowie das Osmanische Reich. Letzteres kannte eine gesetzliche Gleichstellung von Christen und Muslime und garantierte eine freie Religionsausübung.

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Kirche

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Die Pastoral muss kreativ begleiten und motivieren. In der Slowakei will die Kirche dafür den richtigen Weg finden. Papst Franziskus ermutigte bei seinem Besuch dazu. Ein Gastkommentar.
18.09.2021, 19 Uhr
Thomas Schumann