Kommentar: Dem Dialog Raum geben

Von Stefan Meetschen

Haben wir uns nicht längst daran gewöhnt? Überall werden wir mit Botschaften bombardiert, die manipulieren und zum Konsum anstiften – gerade im Internet. Mitten hinein in diese diffuse Kommunikationskultur, die eigentlich weder die Bezeichnung „Kommunikation“ noch den Begriff „Kultur“ verdient, stößt die Botschaft des Papstes zum 48. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel. Schlicht und eindringlich, mit Worten, die mitten ins Herz treffen. „Kommunizieren bedeutet, sich bewusst machen, dass wir Mitmenschen sind“, schreibt Franziskus und erinnert uns daran, dass der Dienst am Nächsten darin bestehen muss, all den verwundeten Menschen auf den digitalen „Straßen“ zuzuhören. Dem Dialog Raum zu geben, anstatt, dass man neben dem manipulativen Bombardement „die Menschen mit religiösen Botschaften bombardiert“. Der digitale Katholik nach dem Herzen Franziskus' verzichtet auf den Anspruch, dass die „eigenen Vorstellungen und Traditionen“ die „einzigen und absolut seien“.

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Kirche

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18.09.2021, 19 Uhr
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