Hochwasser

Klimasekte verhindert sinnvollen Umgang mit Starkregenereignis

Die Hochwasserkatastrophe sollte dazu genutzt werden, sinnvolle und lebensrettende Schutzmaßnahmen einzuleiten – stattdessen wird sie von vielen als Beweis für den „Klimawandel“ missbraucht und zur Durchsetzung einer ideologischen, pseudoreligiösen Agenda instrumentalisiert.
Nach der Hochwasserkatastrophe - Bad Münstereifel
Foto: dpa | Einbahnstraße Klimarettung? Nach der Flut muss man über einen besseren Katastrophenschutz nachdenken.

Das Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist eine Katastrophe und eine Ansammlung von Skandalen. Bei der Ursachenforschung im öffentlichen Diskurs wurde allerdings sehr schnell ein Hauptgrund ausgemacht: der Klimawandel. Dazu sollte man einige Dinge erwähnen. Wenn von Klimawandel heutzutage die Rede ist, dann ist dabei implizit immer der anthropogene Klimawandel gemeint, denn es ist dieser vermeintlich vom Menschen verursachte Klimawandel, auf den sich immer die daraus abgeleiteten politischen Forderungen beziehen.

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Nun ist der Begriff Klimawandel an sich nicht wirklich präzise, ja sogar irreführend. Denn aus diesem eigentlich tautologischen Begriff erwächst notgedrungen die Schlussfolgerung das Klima wäre ohne besagten Wandel eine Konstante, oder zumindest nicht zu solchen Veränderungen ohne menschliches Zutun im Stande. Nichts ist weniger wahr! Das Klima unterlag schon immer großen Fluktuationen, sowohl im Laufe der gesamten Erdgeschichte, als auch in den wenigen Jahrtausenden in denen Menschen die Erde bevölkern. Der Wandel des Klimas ist die Norm und im Gegenteil ist der Glaube, man könne das Klima an einem fiktiven Ideal festmachen, nur der neueste und wohl größenwahnsinnigste und anmaßendste Versuch des Menschen um wieder einmal Gott zu spielen.

Radikale Ideologie tritt an die Stelle von Katastrophenschutz,
der ironischerweise in Rheinland-Pfalz seit 10 Jahren
in Händen der Grünen liegt.

Die Diskussion über den Klimawandel hat sich nämlich schon längst von praktischen und machbaren Themen des Umweltschutzes, wie etwa der Verschmutzung von Gewässern, Mono-Kulturen in der Landwirtschaft und den Regulierungen der landwirtschaftlichen Tierhaltung verabschiedet und sich stattdessen nichts weniger – aber halt auch wenig mehr – als die Rettung des Weltklimas auf die Fahnen geschrieben.

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Der Begriff des menschengemachten Klimawandels ist also zunächst einmal unehrlich, da er einerseits die Natur der Natur – nämlich deren steten Wandel – verleugnet, und andererseits versucht die Schuld an jeglichen Herausforderungen, vor die uns die Natur stellt, dem Menschen in die Schuhe zu schieben. Die Parallelen zu sektiererischen Bewegungen sind offensichtlich und hinlänglich bekannt: Nicht nur liegt eine Ursünde vor (der anthropogene Klimawandel), es mangelt auch nicht an Weltuntergangsszenarien, die sich allerdings im Gegensatz zu anderen Sekten – die nach Nichteintreten der Apokalypse beschämt meist das Weite suchen – die Unverfrorenheit haben ihre neuesten Hochrechnungen für die Apokalypse seit 60 Jahren immer wieder anzupassen und nach hinten zu revidieren.

Es gibt auch Sakramente (Öko-Beichtstühle) und die sündigen Gläubigen lechzen nach Ablasshandel in Form von CO2-Steuern. Natürlich braucht es auch eine Gottheit, die allerdings – im Gegensatz zur angeblich wissenschaftlichen Basis dieser Bewegung –einen Rückschritt nicht nur hinter das Christentum und die anderen großen monotheistischen Weltreligionen darstellt, sondern auch weit hinter die Aufklärung, hin zu einer Naturreligion geprägt vom Glauben an eine beseelte Natur, in der „Gaia sich wehrt“ und folglich Naturereignisse aller Couleur eine Strafe der Gottheit „Mutter Natur“ darstellen. Es verwundet dann auch nur wenig, dass Abtreibungsbefürworter in der Klimaschutzbewegung ein Zuhause gefunden haben, denn Kinder zu bekommen ist laut diesen Anti-Natalisten, die in den letzten Jahren immer selbstbewusster in der Öffentlichkeit auftreten, die schlimmste Sünde (sic!) gegen das Klima. Die Menschenopfer, um den Gott, oder eher die Göttin, des Klimas zu besänftigen, erfolgen nun schlichtweg bereits im Mutterbauch. In all diesen und noch vielen weiteren Eigenschaften entblößt sich die gesamte Klimabewegung als typischer Vertreter jener chiliastischen Sozialismusbewegungen, die Igor Schafarewitsch bereits vor einem halben Jahrhundert so trefflich in seinem „Der Todestrieb in der Geschichte“ beschrieb.

Eine menschenverachtende Ideologie

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Damit reihen sich die Klimaaktivisten in die Schar jener Bewegungen und Utopien ein, die, ausgehend von Platons idealem Staat, über die zahlreichen häretischen Bewegungen des Mittelalters und der frühen Neuzeit bis hin zu modernen sozialistischen Bewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts, letztlich in immer neuem Gewand die ewig gleichen Prinzipien verfolgen. Im Gegensatz zur landläufigen Lüge, dass Kommunismus und Sozialismus ja wunderbare Ideen wären, deren Umsetzung lediglich scheiterte, erkennt man dank des geschichtlichen Vergleiches Einsicht in die inneren Gesetzmäßigkeiten dieser Ideologien, sodass man relativ zuverlässig Prognosen über die zukünftigen Pläne (und Resultate!) der Klimaschutzbewegung aufstellen kann.

Die Kehrseite dieser menschenverachtenden Medaille ist die Glorifizierung und Divinifizierung der Natur, die – sofern sie nicht von Menschenhand erzürnt wird – in der Vorstellung von Klimajüngern als ein prinzipiell wohlwollendes System erfahren wird. Denn wenn jegliches Unwetter oder jeder trockene Sommer eine Folge menschlicher Bewirtschaftung des Planeten ist, dann bedeutet es im Umkehrschluss, dass solche Extreme ohne den Menschen ausbleiben würden. Es ist unserer historisch einzigartigen Wohlstandsbildung zu verdanken, dass sich der europäische Mensch in den 700 Jahren, seit Petrarca den Mont Ventoux bestieg, der Natur zunehmend beschauend zuwandte, anstatt in ihr einen erbitterten Widersacher im Kampf um das Überleben zu erkennen. Die Endstufe dieser Entwicklung ist die nun vorherrschende Ablehnung menschlicher Errungenschaften zugunsten eines utopisch verklärten Urzustandes, wobei es erst diese Errungenschaften waren, die es uns ermöglichten, uns selbst aus dem täglichen Überlebenskampf in der Natur herauszulösen.

Klimawandel als größenwahnsinnige Ersatzreligion

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Die verheerende Konsequenz solcher Ideologien ist, dass, trotz unserer gesellschaftlichen Schwerpunktsetzung auf den „Klimawandel“, alle Energien in eine ersatzreligiöse und größenwahnsinnige Vorstellung einer gesellschaftlichen Umstrukturierung gesteckt werden, anstatt – wie es unsere Vorfahren für Jahrtausende taten – an Lösungen zu arbeiten um mit einem sich verändernden Klima zu leben und die daraus resultierenden Herausforderungen zu meistern. Exemplarisch zeigt sich das im Umgang mit dem Hochwasser: anstatt leichtsinnige Bebauungen, riskante Flussbegradigungen, suboptimale landwirtschaftliche Nutzung in Hanglage, mangelnde Abflussmöglichkeiten und so weiter zu thematisieren und daraus konkrete Schritte für die Zukunft abzuleiten, wird primär die dystopische Trommel der Schuld des Menschen am Klimawandel gerührt.

Wir haben Gaia erzürnt und wenn wir nicht bald alle auf unsere Dieselautos verzichten, dann wird sie noch zorniger werden! Radikale Ideologie tritt an die Stelle von Katastrophenschutz, der ironischerweise in Rheinland-Pfalz seit 10 Jahren in Händen der Grünen liegt. Böse Zungen könnten meinen es war nie erwünscht die Hochwasserkatastrophe zu vermeiden, „auf dass die Schrift erfüllet würde”. Was allerdings feststeht ist, dass mit der Art und Weise des Umgangs mit dem Hochwasser nicht nur die Toten dieser Flut in Kauf genommen wurden, sondern auch noch jene zukünftiger Katastrophen.

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