Cancel Culture

Klassiker werden plötzlich als Kolonialisten aufgefasst

Eine Selbstdemontage der Kultur leistet einer Form der Unterwerfung Vorschub, wie sie auch Houellebecq beschrieben hat. Nicht einmal europäische Klassiker der Musik und Literatur sind davor sicher.
Ein Gipsabguss des Kopfes von Dante Alighieri (1265-1321)
Foto: Candy Welz (dpa) | Auch Dante ist, ebenso wie andere Klassiker, vor Cancel Culture nicht sicher, Im Bild: Ein Gipsabguss des Kopfes von Dante Alighieri (1265-1321)

Mozart und Beethoven sind in Oxford nicht mehr klassisch, sondern kolonialistisch. In ihrer neuen Kolumne „Ungeschminkt“ in der kommenden Ausgabe der Tagespost kritisiert die Erfolgsautorin Birgit Kelle eine problematische Form der Unterwerfung. Angenommene Islamophobie könne zu einer Herausforderung für die Meinungsfreiheit werden, so Kelle. 

Aus dem Inferno gestrichen

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Da passt es nach Ansicht der Kolumnistin wohl ins Bild, dass Mohamed in einer neuen englischen Übersetzung aus Dantes Inferno gecancelt wird. Kritisch setzt sich Kelle mit den Argumenten der Übersetzerin auseinander. Dabei bezieht sich die Autorin auch auf den französischen Autor Michel Houellebecq, in dessen Roman „Unterwerfung“ sich die Islamisierung  in die Gesellschaft Frankreichs einschleicht. 

Der Islam treffe in Europa, so Kelle nicht auf eine kritische Auseinandersetzung sondern auf weiße Fahnen der Vermeidung von Kritik. Darin sieht Kelle eine Triebfeder der Aushöhlung unserer eigenen Kultur und Tradition. DT/pwi

Warum auch die Demontage von Glauben und Kirche damit zusammenhängt, lesen Sie in der Kolumne „Ungeschminkt“ in der kommenden Ausgabe der Tagespost.  

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