Katholischer Medienpreis geht an „Christ & Welt“

Den Katholischen Medienpreis erhalten in diesem Jahr der „Christ & Welt“-Redakteur Raoul Löbbert und der Fernsehjournalist Marc Wiese. Der mit je 5 000 Euro dotierte Preis soll am 27. Oktober durch den Juryvorsitzenden Bischof Gebhard Fürst, der zugleich Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz ist, im Rheinischen Landesmuseum Bonn überreicht werden. Löbbert erhält in der Kategorie „Printmedien“ die Auszeichnung für seinen Beitrag „Die Gnadenabteilung“ in der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Darin greift Löbbert die Geschichte eines ehemaligen Franziskanerklosters in Waldniel am Niederrhein auf, das die Nationalsozialisten übernahmen und in dem sie behinderte Kinder ermorden ließen. Die Reportage beginnt damit, wie eine Familie bei der Gartenarbeit den Knochen eines Kindes entdeckt. Die Jury spricht von einem „her-ausragenden Werk“, das sich den Themen Schuld und Sühne, Wert des Lebens, Umgang mit Behinderungen und der Frage nach Vergessen und Erinnern widme. Den Preis in der Kategorie „Elektronische Medien“ erhält TV-Journalist Wiese für seinen im März auf ARTE ausgestrahlten Beitrag „Camp 14 – Total Control Zone“ über einen Nordkoreaner, der, in einem Arbeitslager des kommunistischen Regimes geboren, mit 22 Jahren seinen Bewachern entfliehen kann. Wiese sei „ein Meisterwerk gelungen, das den Zuschauer mit der existenziellen Frage nach Menschlichkeit in einem unmenschlichen System konfrontiert“, hieß es zur Begründung. DT/KNA

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