Katholischer Filmpreis für saudi-arabischen Spielfilm

Die saudi-arabische Regisseurin Haifaa Al Mansour hat den Fritz-Gerlich-Preis gewonnen. Der Münchner Kardinal Reinhard Marx überreichte die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung am Sonntagabend beim Münchner Filmfest für ihren Spielfilm „Das Mädchen Wadjda“, eine Koproduktion des Bayerischen und Norddeutschen Rundfunks. Er handelt von einer Elfjährigen, die es sich in den Kopf gesetzt hat, ein Fahrrad zu kaufen, obwohl das Mädchen in Saudi-Arabien nicht erlaubt ist. Um ihr Ziel zu erreichen, verkauft sie „verbotene Dinge“ auf dem Schulhof und nimmt an einem Koran-Rezitationswettbewerb teil. Die Prämierung ist der einzige katholische Filmpreis in Deutschland und wurde von der Produktionsgesellschaft Tellux gestiftet. Der Münchner Publizist und NS-Widerstandskämpfer Fritz Gerlich wurde am 30. Juni 1934 im Konzentrationslager Dachau ermordet. Mit seiner katholischen Wochenzeitschrift „Der gerade Weg“ hatte er Adolf Hitler und seine Bewegung bis zu deren Machtübernahme scharf attackiert. Der Preis soll Filmschaffende auszeichnen, die sich wie Gerlich entschlossen für die Menschenwürde einsetzen. An der Verleihung nahmen erstmals auch Nachfahren Gerlichs teil. Stellvertretend für die Regisseurin nahmen ihre deutschen Produzenten Gerhard Meixner und Roman Paul die Auszeichnung im Kardinal-Wendel-Haus entgegen. DT/KNA

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