Würzburg

Internationale Zeitschriftenschau am 7. März

Warnung an katholische Politiker
Catholic Herald vom 01.März 2019

Warnung an katholische Politiker

Katholische Politiker, die Abtreibungen befürworten, sollen keine Kommunion empfangen dürfen, wie der Vorsitzende des Pro-Live-Komitees der US-amerikanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Joseph Fred Naumann, im Catholic Herald zitiert wird. Dies geschehe zu ihrem eigenen Wohl, denn die Befürwortung von „in sich schlechten Handlungen“ wie der Abtreibung sei eine „schwerwiegende moralische Angelegenheit“, was zu einer Todsünde führen könne. Der Anlass für seine Aussage sind neue Gesetze in einigen Bundesstaaten der USA, die eine Ausweitung der Abtreibung zulassen. Der Erzbischof sagte: Die Bemühungen dieser Politiker, „eine solche Gesetzgebung zu unterstützen und sogar zu preisen, wird zu einer Tötung von sehr viel mehr ungeborenen Kindern sowie zur spirituellen und emotionalen Verletzung ihrer Mütter und Väter führen.“ Zudem warnte Naumann vor den spirituellen Konsequenzen: „Eine bewusste und nicht bereute Todsünde gefährdet unsere unsterbliche Seele und führt uns auf den Weg zur Hölle.“ Außerdem habe er die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass andere Katholiken sich nicht empören oder irregeleitet würden durch eine offenkundige Toleranz von Politikern, die schwere sittliche Vergehen unterstützen. Die Katholiken rief Naumann dazu auf, für die „spirituelle Heilung“ dieser Politiker sowie all derer, die sich für eine legalisierte Abtreibung einsetzen, zu beten.

Die Manipulation hinter den Schülerprotesten

Hinter dem Antlitz der sechzehnjährigen Greta Thunberg, die zur „neuen Muse der Klimaaktivisten geworden ist“, prangert Olivier Babeau, Professor für Betriebswirtschaft an der Universität Bordeaux, im Figaro das Auftreten einer ökologischen Bewegung an, „die mehr auf Ideologie als auf Technik setzt“. Der Vorsitzende des Instituts Sapiens, einer Denkfabrik, die sich für die Debatte auf ökonomischem und gesellschaftlichem Gebiet einsetzt, hinterfragt in seinem Beitrag die „praktisch einhellige Zustimmung“ der Medien zu den von Thunberg entfesselten Schüler-Klimaprotesten. Er fragt: „Bin ich der einzige, der sich peinlich berührt fühlt angesichts ihrer Allgegenwart auf sämtlichen Demonstrationen in ganz Europa und angesichts dieser Einladungen in die geschlossensten Kreise, bis in den Elysée? Bin ich der einzige, der umso weniger an die Authentizität dieses Protests glaubt, je mehr diese prahlerisch eingefordert wird?“ Man komme nicht umhin zu vermuten, „dass all dies viel zu gut und zu wirkungsvoll gemacht ist, um keine Form der Manipulation zu sein. Vor allem kann man es bedauern, dass die junge Greta so schlecht der Sache dient, für die sie einzutreten behauptet. Tatsächlich symbolisiert Greta Thunberg deutlich weniger die fragile Unschuld der durch die Inkonsequenz der Menschen geopferten Kinder, als die Sackgasse, in die uns eben gerade eine bestimmte Vorstellung des Klimaaktivismus führt.“ Hinter dem schwedischen Mädchen stehe im Grunde nur „die ewige und mächtige Lobby des grünen Nullwachstums“. Die abgenutzten Schlagworte seien ein Zeichen einer „sehr ausgefeilten Strategie, die nichts von dem Kreuzzug der Kinder hat, als den man sie uns verkaufen will“. Die „hinter der Erscheinung stehende Botschaft“ laute – „außer den apokalyptischsten Vorhersagen und dem üblichen Katechismus der Klimaeiferer, die ihre Kleidung der kommunistischen Revolutionäre grün eingefärbt haben“ –, bis 2050 unseren Energieverbrauch drastisch zu reduzieren, zu 100 Prozent zu erneuerbaren Energien überzugehen und 2030 die Kernenergie einzustellen. Die Konsequenz der „Vorschläge unserer tugendhaften Klimaherolde“ sei jedoch: „ein Zivilisationswandel, dessen dirigistisches Programm und dessen konkrete Umsetzung zu einer Rückkehr zu einer Art Steinzeit, in der die Freiheit keinerlei Platz mehr hat, nur allzu offensichtlich sind. Das wahre Ziel ist es, aus der Welt eine riesige grüne Kolchose zu machen.“ Es gehe hier nicht darum, den Klimawandel zu leugnen. Doch „zu einem Zeitpunkt, an dem man sich der katastrophalen realen Bilanz der Windkraftwerke bewusst wird, hätte man sich gewünscht, dass diese angeblich spontan entstehenden Bewegungen erklärten, dass man den Wissenschaften und den Fakten ihren Stellenwert zurückgebe – und nicht einer Ideologie. Dass die simplen und radikalen Antworten zwar verführerisch, aber trügerisch sind. Dass man auf pragmatische Weise etwas ausarbeiten müsse. Dass man dafür mehr denn je auf die Privatinitiative und die großartige unternehmerische Tatkraft eher zählen kann als auf Formen des Kollektivismus und der Enteignung, die noch nirgendwo funktionierten.“ Und dass „Technik und Forschung uns Lösungen anbieten werden, wenn man die nötigen Investitionen bewilligt“.

Männer treten in Frauenwettkämpfen an

Wird es bald keinen Frauensport mehr geben? Diese Frage stellt Rod Liddle im Spectator. Immer mehr so genannte „Transgender-Mädchen“ – als Jungen geborene und sich nun als Mädchen fühlende Personen – nehmen an College-Wettkämpfen der Frauen teil – und gewinnen diese natürlich. In Connecticut gewannen kürzlich zwei mit weiblichen Hormonen behandelte Schüler einen Sprint gegen ihre Mitschülerinnen: Andraya Yearwood und Terry Miller. Der schnellste „weibliche College-Läufer“ in den USA ist CeCe Telfer, der „nicht das ist, was Sie oder ich oder die Wissenschaft als Frau bezeichnen würde“. Und der Sieger bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften der Frauen ist „ein Kerl namens Rachel McKinnon“. Liddle vermutet: Schon bald werden bei weiblichen Wettkämpfen wohl nur noch Männer gegeneinander antreten. In der Sunday Times habe Martina Navratilova es als „verrückt“ und als „Täuschung“ bezeichnet, dass es Männern erlaubt ist, sich im Sport mit Frauen zu messen. Der frühere Tennisstar meinte, es seien nur wenige Leute dazu bereit, dieses Thema wegen der Wut anzusprechen, die sich sofort seitens der fortwährend entrüsteten Translobby gegen sie erheben würde: „Tatsächlich wurde sie innerhalb weniger Stunden, nachdem ihr Artikel erschienen war, aus dem Beirat eines Homosexuellen-Interessenverbands hinausgeworfen.“ Inzwischen gewönnen „die Burschen“, so Liddle weiter, „alles. Manchmal sind das Kerle, denen ein paar Brüste angehängt wurden und die etwas Lippenstift tragen, mitunter sind es aber auch Kerle, die sich keinerlei Mühe geben, die Tatsache zu verschleiern, dass sie Kerle sind.“ Die Frage sei jedoch, ob der Frauensport aufhört zu bestehen, „bevor oder nachdem die Burg Frankenstein stillgelegt wurde, das heißt, die Londoner Tavistock Clinic“, in die jedes Jahr etwa 2 000 Kinder überwiesen werden, „von denen eine beachtliche Anzahl“ chemisch oder chirurgisch behandelt und „von einem Geschlecht in das andere überführt“ wird. Liddle nimmt an, dass wir irgendwann „auf diese Zeit der Experimente an unseren Kindern mit Grausen zurückblicken werden“.

DT/KS

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