In höchster Bedrängnis den Glauben bewahrt, die Treue gehalten

Starke Kämpferin für Wahrheit und Recht – Zum 480. Todestag von Caritas Pirckheimer. Von Magdalena S. Gmehling
Foto: kna | Eine der herausragenden Frauengestalten der Reformationszeit: Caritas Pirckheimer, Äbtissin des Sankt Klara-Klosters in Nürnberg.
Foto: kna | Eine der herausragenden Frauengestalten der Reformationszeit: Caritas Pirckheimer, Äbtissin des Sankt Klara-Klosters in Nürnberg.

Kein einziges authentisches zeitgenössisches Bildnis ist von ihr erhalten. Bis zum Jahre 1959 blieb selbst ihre Grabstätte verschollen und doch war die hochberühmte glaubensstarke Äbtissin des Klaren-Klosters zu Nürnberg eine der herausragendsten Frauengestalten der Reformationszeit. Geläufig ist humanistisch Gebildeten der Name ihres Bruders Willibald. Noch heute gibt es eine Willibald-Pirckheimer-Gesellschaft.

Caritas entstammte einer altberühmten Patrizier- und Gelehrtenfamilie. Am 21. März 1467 wurde sie in Eichstätt als Tochter des fürstbischöflichen Rates Hans Pirckheimer und seiner Ehefrau Barbara (Löffelholz) geboren und auf den Vornamen der Mutter getauft. Bereits mit 12 Jahren (1479) kam sie – dem Brauch der Zeit gemäß – zur Erziehung in das Kloster St. Klara zu Nürnberg. Von ihren acht Schwestern werden sich sieben dem Ordensstand widmen. Das Angerkloster in München und die Benediktinerinnen in Geisenfeld und Bergen erziehen die anderen Pirckheimertöchter. Zwei Brüder sterben früh. Willibald ist Barbara-Caritas zeitlebens herzlich zugetan.

Das Kloster gilt als Zentrum der Reformtätigkeit

Zucht, Ordnung und feinsinnige Bildung vermitteln die Klarissen ihren Zöglingen. Das Kloster in Nürnberg gilt als Zentrum weitreichender Reformtätigkeit im Sinne der regulären Observanz. Es ging aus der religiösen Frauengemeinschaft der „Reuerinnen“, auch „Magdalenen“ genannt, hervor. Diese Einrichtungen waren im Mittelalter in deutschen Städten weit verbreitet und hatten es sich als Aufgabe gestellt, an der Rettung gefallener Mädchen zu arbeiten. Papst und Kaiser bedachten die segensreichen Einrichtungen mit ihrer Gunst.

Die Beschaulichkeit des gottgeweihten Lebens und der vortreffliche klösterliche Geist überzeugten das junge Mädchen, hier eine künftige Heimat gefunden zu haben. Sie tritt in den Orden ein. Ihre Schwester Klara folgt ihr. Später nehmen noch zwei Nichten, Töchter Willibalds, den Schleier.

Um Caritas' überragende Persönlichkeit richtig einordnen zu können, muss man sich die Zeitverhältnisse vor Augen führen. Im ausgehenden Mittelalter findet die Idee der Einheit von Kaiser und Reich in den Reichsstädten ein letztes Refugium. Neues Nationalbewusstsein erwacht vor allem in den Kreisen der Humanisten. Man betont die deutsche Wesensart gegen die Flut romanischer Einflüsse. Nürnberg gilt als kultureller und politischer Mittelpunkt des Reiches. Die Kaiserburg beherrscht das Stadtbild. Maximilian I. und sein Enkel Karl V. weilen mehrmals in der Stadt, die Luther „das Auge und Ohr Deutschlands“ nennen wird. Albrecht Dürer (1471–1528) überzeugt durch seine hohe Bildkunst, Veit Stoß schnitzt unsterbliche Werke, die Schedelsche Weltchronik von 1493 zeigt die älteste druckgraphische Wiedergabe Norimbergas, Hans Sachs und seine Meistersingerkollegen verfassen ihre Spruchgedichte, Schwänke und Schauspiele. Celtis, Cochläus und Regiomontanus wirken hier, ebenso der König der Buchdrucker, Koberger. Der Kaiserliche Rat und Diplomat Willibald Pirkheimer – Erasmus nennt ihn die „Zierde Deutschlands“ – übersetzt die klassische griechische Literatur ins Lateinische. Am 14. März 1504 wird er mit Stolz in einem Brief an Celtis vermelden: „Dass meine Schwester Caritas Äbtissin geworden ist, weißt Du ja.“

Das Klaren-Kloster gilt als das angesehenste und bedeutendste in Nürnberg und ist in über siebzig Ortschaften begütert. Ein vom Rat der Stadt bestellter Pfleger kümmert sich um die weltlichen Angelegenheiten. Die Seelsorge der Schwestern obliegt den sogenannten Barfüßern, den Franziskanern. Schon als sehr junge Nonne fällt Caritas durch Gelehrsamkeit, Lauterkeit und Menschlichkeit auf. Sie, die das Lateinische fließend beherrschte, wagt es, selbst dem berühmten Celtis ins Gewissen zu reden. Der Humanist hatte ihr nicht nur die Werke des Horoswitha von Gandersheim gesandt, sondern auch eine eigene Ode gewidmet. In ihrem Dankschreiben heißt es unter anderem: „Trachtet nach dem, was über, nicht was auf der Erde ist... Euer Würden kennt mich... als Eure begeisterte Anhängerin, und ich darf hinzusetzen, als die Liebhaberin Eures Seelenheiles. Deshalb bitte ich Euch auf das dringlichste, die weltliche Philosophie zwar nicht aufzugeben, sie aber höher zu entwickeln, das heißt von den Schriften der Heiden zu den heiligen Büchern, von dem Irdischen zum Himmlischen, vom Geschöpfe zum Schöpfer Euch zu erheben.“ (zitiert nach Goldast. M. Bilbaldi Pirckheimeri Opera. Frankfurt 1610 S. 342). Auch ihrem Bruder Willibald macht sie Vorhaltungen, als er nach dem Tod seiner Gattin einen allzu lockeren Lebenswandel führt.

Berühmt ist Caritas' reger Briefwechsel mit dem gelehrten Propst von St. Lorenz, Sixtus Tucher, einem Verwandten ihrer Mitschwester Apollonia. Der fromme Priester hielt es für nötig, die Lebensstrenge und den religiösen Eifer der jungen Klosterfrau in geordnete Bahnen zu lenken und ihr geistliche Führung angedeihen zu lassen.

In diesem Zusammenhang ist auf eine bauliche Besonderheit hinzuweisen, die später in den reformatorischen Wirren eine gewisse Bedeutung erlangt. Gemeint ist das sogenannte Redefenster, ein Ort der Kommunikation mit der Außenwelt. Es heißt in den Anweisungen zur Konstruktion unter anderem, ein durchlöchertes eisernes Blech werde „mit starken nageln also vaste an geslagen daz ez keinert muge werden uf getan. ... uber daz blech soll inwendig gemachet werden ein swarz linintuch. also daz die swester nicht hin us gesehen mogen noch oh si hin in gesehen werden.“ (zitiert nach Schönbach A.E. Mitteilungen aus altdeutschen Handschriften. Zehntes Stück. Die Klarissenregel. Wien 1909). Der Kontakt blieb somit auf die Rede beschränkt.

1503 erwählt der Konvent Caritas Pirckheimer einstimmig zur Äbtissin. Fast 15 Jahre ist es der geistvollen Frau vergönnt, das Kloster mit seltener Klugheit und Umsicht zu regieren. Sie pflegt Kontakte zu den Großen ihrer Zeit. Christoph Scheurl widmet ihr seine Erstlingsarbeit, sie wechselt Briefe mit Prior Kilian Leib aus Rebdorf bei Eichstätt und dem Benediktiner Johannes Butzbach aus Maria Laach. Zu ihrem Bekanntenkreis gehören Cochläus, Spalatin und Reuchlin. Doch bei aller Bewunderung und Beschäftigung mit der Wissenschaft versäumt Caritas es nicht, immer tiefer in den Glauben einzudringen. Ihrem Namen Caritas (Liebe) machte sie alle Ehre. 1505 bricht in Nürnberg die Pest aus. Die Äbtissin pflegt mit eigener Hand eine erkrankte Mitschwester, ohne auf die Ansteckungsgefahr zu achten.

Die Zeit der Prüfung beginnt, als Luther 1517 mit seinen 95 Thesen das Signal zum religiösen Umsturz in Deutschland gibt. Caritas hat die Ereignisse aus den bewegten und bedrängten Jahren in den sogenannten „Denkwürdigkeiten“ niedergeschrieben. Erst 1852 wurden diese wiederentdeckt. Sie befinden sich heute im Bayerischen Staatsarchiv Nürnberg.

Der Ruf nach einer Reform der Kirche war bereits seit einem Jahrhundert unüberhörbar. In dem kühnen Auftreten des Wittenberger Augustiners erblickte man einen verheißungsvollen Neuanfang. Nürnberg nahm die Lehre Luthers bereitwillig, ja freudig auf, selbst Männer wie Willibald Pirkheimer waren ihr kurzzeitig zugetan. Caritas aber ist sich klar, dass es in diesem geistigen Kampf um mehr geht denn um Äußerlichkeiten, und sie ahnt, dass dem Konvent schlimme Zeiten bevorstehen. Der Ratsherr und Klosterpfleger Kaspar Nützel hatte bisher dem Kloster, in welchem eine seiner Töchter lebte, in geschäftlichen Angelegenheiten treu beigestanden. Nun huldigte er mit allem Eifer dem neuen Glauben. Die bisherige geistliche und kirchliche Ordnung soll umgestoßen werden. Die Nonnen suchen Unterstützung bei dem Kirchenrechtler Professor Hieronymus Emser (Leipzig), einem entschiedenen und sehr frühen Gegner Luthers. Er war Kaplan des Herzogs Georg von Sachsen. Caritas' Dankesbrief gerät in unberufene Hände und wird mit gemeinen Zoten und Glossen veröffentlicht. Die Stimmung ist gereizt, auch Willibald reagiert unwillig.

Die bereits erwähnten „Denkwürdigkeiten“ beginnen mit dem Jahre 1524. Caritas berichtet von Leuten, die ins Kloster laufen, um mit ihren Verwandten über die Nutzlosigkeit des geistlichen Standes zu disputieren. Keine der 60 Nonnen ist jedoch geneigt, aus dem Orden auszutreten. Felizitas Grundherrin richtet einen flehenden Brief an ihren Vater, in welchem sie bittet, er möge sich nicht verwirren lassen. Schließlich wird beschlossen, an den Ehrsamen Rat der Stadt eine Bittschrift einzureichen, um die Einstellung der Seelsorgetätigkeit durch die Franziskaner zu verhindern. Die Angelegenheit wird zunächst zögerlich behandelt, denn 1525 beginnt am 3. März auf dem Rathaussaal ein Religionsgespräch. Nürnberg entscheidet sich für die neue Lehre. Augustiner, Benediktiner, Karmeliter und Karthäuser legen das Mönchsgewand ab. Der Karmeliterprior Andreas Stoß, ein Sohn des berühmten Veit Stoß, muss die Stadt verlassen. Unverblümt erklärt Kaspar Nützel der Äbtissin: „Seht, ehrwürdige Frau, wenn Ihr euch zum neuen Glauben bekehret, wird das ganze Nürnberger Land sich bekehren. Es suchen alle bei Euch Rat und sagen: ,Wie die Fraue von St. Claren tut, also wollen auch wir uns halten‘...“. Doch Caritas blieb standhaft und dies bis zu ihrem Tode am 19. August 1532.

Große Drangsal beginnt. Mit dem Ratsbeschluss vom 17. März wird den Franziskanern jede geistliche Wirksamkeit bei den Klarissen untersagt. Vom 20. März an verkündet zuerst der lutherische Domprediger Johann Poliander, dann Dominikus Schleupner und schließlich der ehemalige Karthäuser Georg Koberer die neue Lehre von der Kanzel zu St. Claren. Die Lage ist trostlos. Steine fliegen in den Nonnenchor, auf dem Friedhof singt man schamlose Spottlieder, ein abgefallener Augustiner soll die Beichte der Nonnen hören. Im fränkischen Land tobt der Bauernkrieg. Mit Bestimmtheit erklärt die Äbtissin, lieber auf die Sakramente verzichten zu wollen, als sich zu beugen. Jede Nacht lässt sie die Glocken läuten und die Mette singen.

Am 7. Juni 1525 erscheint eine Ratsdeputation und legt den Nonnen ein Fünfpunkte-Programm vor, welches innerhalb von vier Wochen durchzuführen ist.

Erstens: Die Äbtissin soll alle Schwestern von den Gelübden entbinden. Zweitens: Bei einem Austritt aus dem Kloster soll jede Schwester ein „Leibgeding“ (Aussteuer) erhalten. Drittens: Die Ordenskleidung muss abgelegt werden. Viertens: Das Redefenster ist in ein Gesichtsfenster mit Gitter umzuwandeln, damit man jede Schwester sehen könne. Fünftens: Ein Inventarverzeichnis ist anzufertigen, welches alle Einkünfte und Besitzungen des Klosters aufweist.

Die Schwestern verzweifeln, die Äbtissin beweist Starkmut

Die Schwestern sind verzweifelt. Allein Caritas verliert die Besinnung nicht und beweist Starkmut und Vernunft. Sie bespricht sich mit ihrem Bruder Willibald und führenden Männern der Stadt (Geuder, Muffel, Holzschuher, Fürer) und erklärt sich bereit, die letzten beiden Forderungen zu erfüllen. In Sachen Ordenskleidung verhält sie sich hinhaltend.

Am Vorabend des Dreifaltigkeitsfestes spitzt sich die Lage erneut zu. Mit großem Gefolge erscheinen die Mütter dreier junger Nonnen und führen diese gegen ihren Willen mit Gewalt aus dem Kloster. Es handelt sich um Katharina Ebner, Klara Nützel und Margarete Tetzel. Die Äbtissin ist außer sich vor Schmerz. Einen großen Trost bedeutet es ihr, dass die entführten Nonnen nur Gutes über das St. Claren reden. Nun will der Rat dem Kloster die materiellen Grundlagen entziehen. Einkünfte bleiben aus, Zinsen werden nicht mehr bezahlt, der bisher abgabenfreie Konvent wird mit Umlagen belegt. Drückende Armut beginnt. Selbst Kaiser Karl V. muss davon Kenntnis erhalten haben, denn 1530 unterstützt er die Nürnberger Klarissen mit 50 Goldkronen.

Die Perfidie des städtischen Rates, der auf immer neue Mittel sinnt, um gegen die Nonnen vorzugehen und die Gewalttaten gegen die Schwestern, kommen Philipp Melanchthon, der in der Stadt weilt, zu Ohren. Willibald Pirkheimer bittet ihn, im Kloster vorzusprechen. Er kommt mit dem Pfleger ins Beichthaus. Die Äbtissin berichtet in den Denkwürdigkeiten:

„Er sagte vieles über die neue Lehre. Aber als er hörte, dass wir unsere Hoffnung auf die Gnade Gottes und nicht auf die eigenen Werke setzten, sagte er, wir könnten ebenso wohl im Kloster selig werden. Wenn wir nur nicht allein auf unsere Gelübde vertrauten... Er meinte, sie bänden nicht; man sei nicht schuldig, sie zu halten. Und ich meinte, was man Gott gelobt, sei man mit Seiner Hilfe schuldig zu halten. Er war in seiner Rede bescheidener, als ich je einen Lutherischen gehört habe. Es war ihm sehr zuwider, dass man die Leute mit Gewalt nötigte. Er schied in guter Freundschaft von uns, hat danach auf den Pfleger und die anderen Herren in vielen Stücken eingeredet, besonders dass man den Barfüßern den Gottesdienst so verboten und die Kinder so mit Gewalt aus dem Kloster geholt hätte. Er sagte ihnen ins Gesicht, welch große Sünde sie damit getan hätten.“

Der ganze Konvent kniete vor dem Allerheiligsten

Allerseelen 1527 findet eine Visitation des Klosters durch den Rat statt, mit dem Ziel, die Schwestern in Einzelverhören „mürbe“ zu machen. Doch nur Anna Schwarzerin verlässt auf eigenen Wunsch St. Claren, versehen mit 100 Gulden und dem „Leibgeding“. Willibald Pirckheimer, der bereits sehr kränklich ist, verfasst noch eine Schutzschrift zu Gunsten des Klosters, ein Bekenntnis, getragen von großer Klugheit und dem Willen, den Frieden im Volk und in der Kirche wieder herbeizuführen. Ihren eigentlichen Zweck erreicht die Schrift nicht. Es wird nur gestattet, dass St. Claren als sogenanntes Aussterbekloster weiterbesteht. Neueintritte sind verboten.

Eine letzte große Freude erlebt Caritas Pirkheimer. Ostern 1529 wird der 25. Jahrestag ihrer Äbtissinenweihe gefeiert. Hatte Felizitas Grundherrin ihrem Vater kurz vorher noch geschrieben: „aber wenn man wüsste, wie sparsam wir haushalten und wie kümmerlich wir leben, so würde es dich erbarmen“, so berichtet Willibalds Tochter Katharina Pirckheimer (das „Kätterlein“) von dem Festtag:

„Am Morgen kam der ganze Konvent zur Mutter und jede Schwester trug eine brennende Kerze. Die Mutter Priorin setzte ihr einen Kranz auf. Wir trugen sie in den Chor und sangen das Responsorium „Regina mundi“... Und die Mutter ließ uns das heilige Sakrament aufziehen. Der ganze Konvent kniete davor und es war uns, als empfingen wir die heilige Kommunion. Wir trösteten uns mit dem Spruch des heiligen Augustinus ,Crede et manducasti‘ – glaube und du hast empfangen. Danach setzte man die Mutter vor den Altar. Da gingen alle Schwestern zu ihr, von der ältesten bis auf die jüngste, Chor- und Laienschwestern. Da empfing die Mutter eine jede mit Umarmung und Kuss, und wir vereinten uns aufs neue miteinander. Und die Mutter hatte die Hände voller Ringe und gab einer jeglichen Schwester ein Ringlein an die Hand, zum Zeichen einer neuen Vermählung ...“. (zitiert nach: Katharina Pirckheimer an ihren Vater Willibald. Stadtbibliothek Nürnberg Nr. 550/34)

Die erwähnten Ringe hat man später gelegentlich bei Ausgrabungen gefunden. Schlichte Beweise klösterlicher Treue. Armselige Relikte, welche die Jahrhunderte überdauerten. Ein ganz besonderes Kleinod ist das Gebetbuch der Caritas Pirkheimer, welches im Besitz der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek in München ist (Cod.germ 7380). Hier sind Gebete zusammengefasst, die von der Tapferkeit zeugen, mit welcher man der Drangsal priesterloser Zeiten begegnete. Andachten, Reuegebete, Beichtandachten für Fälle, in welchen die Beichte unmöglich ist, Sterbegebete. Das Buch wäre eine eigene Behandlung wert. Ein friedlicher Tod führte die tapfere Kämpferin Caritas im Alter von 66 Jahren am 19. August 1532 ins ewige Leben. Es war die Oktav des Festes der hl. Klara. Die letzte Schwester des Klarenklosters starb 1590.

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