Hugendubel-Mitarbeiter: Protest-Postkarten an Marx

Die Mitarbeiter des Buchhändlers Hugendubel haben dem Münchner Kardinal Reinhard Marx 400 Protestpostkarten geschickt. Darin beklagen sie, dass sich Marx bisher nicht ausreichend um ihre Anliegen gekümmert habe, wie es in einer Montag veröffentlichten Mitteilung des Betriebsrates heißt. Hugendubel gehört zum Teil zu der zur Verkauf stehenden Verlagsgruppe Weltbild. Bei Hugendubel kämpften die Mitarbeiter seit zwei Jahren für einen Zukunftsicherungstarifvertrag. Verhandlungen seien jedoch von den Chefetagen beider Häuser bisher abgelehnt worden. „Wann empfangen Sie unsere Tarifkommission, Herr Kardinal Marx?“, heißt es auf den Postkarten. Dabei wird auf das Treffen des Augsburger Bischofs Konrad Zdarsa mit Arbeitnehmervertretern von Weltbild verwiesen. Marx habe Gesprächsangebote bisher nicht angenommen. „Keine vertröstenden Briefe mehr, keine weichen Worte zur katholischen Soziallehre und keine unverbindlichen Pressemitteilungen mehr zur drohenden Zerschlagung“ der „Deutschen Buch Handels GmbH & Co. KG“ (DBH). In der DBH ist das stationäre Buchhandelsgeschäft der verschiedenen Marken von Weltbild und Hugendubel gebündelt. DT/KNA

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