Honeckers „Bruderkuss“ mit Breschnjew wird gemalt

Der „Bruderkuss“ zwischen SED-Chef Erich Honecker und dem sowjetischen Staats- und Parteichef Leonid Breschnjew wird an der East Side Gallery in Berlin noch einmal gemalt. Das Bild musste wie alle anderen der Grundsanierung der ehemaligen Berliner Mauer zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke an der Spree weichen. Jetzt kommt der Moskauer Maler Dimitri Vrubel (48), der sich über die Entfernung seines Bildes empört und eine Wiederholung zunächst abgelehnt hatte, im Juni wieder nach Berlin, um ein neues „Bruderkuss“-Bild auf der dann sanierten Betonfläche zu malen. Das teilte sein Malerkollege Kani Alavi, Vorsitzender der Künstlerinitiative East Side Gallery, am Samstag der dpa mit. Er bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Etwa zwei Millionen Euro kostet die Sanierung, finanziert mit EU-, Bundes- und Landesmitteln. Alle betroffenen Künstler seien aufgefordert worden, ihre Bilder auf der dann sanierten Betonfläche auf etwa 140 Meter Länge wieder neu zu malen. 85 Künstler hätten bereits zugesagt. DT/dpa

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