Paris

Frankreich: LGBT-Propaganda in der Schule

Propaganda für Homosexualität und Transgenderismus, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, lässt sich auch in Frankreich beobachten, meint das katholische Magazin „Famille Chrétienne“ Ein Beispiel des Blattes: die Gender-Ideologie an französischen Schulen.
Gay-Pride-Parade in Frankreich
Foto: Lewis Joly (AP) | Die Verbände, die in den Schulen über Sexualität sprechen dürfen, würden, so Famille Chrétienne, „immer militanter“.

Wie das katholische Magazin Famille Chrétienne in seiner Titelreportage berichtet, hat sich die Gender-Ideologie im französischen Schulleben weitgehend etabliert. Und zwar „heimlich, ohne dass sich jemand darüber aufregt“. 2015 habe das Bildungsministerium in den Mittel- und Oberschulen eine erste „Sensibilisierungskampagne“ gegen die Diskriminierung von LGBT-Personen gestartet. 2019 folgte eine Kampagne, die die Schüler dazu aufrief, sich zu deren Bündnispartnern zu erklären und auf „LGBTphobe“ Äußerungen und Haltungen zu achten. Die Verbände, die in den Schulen über Sexualität sprechen dürfen, würden, so Famille Chrétienne, „immer militanter“. Zu ihnen zählen „SOS Homophobie“, „Planning familial“ - die französische Filiale von „Planned Parenthood“ – oder auch „Au-delà du genre“, eine Einrichtung, „die Transpersonen begleitet“.

An jeder Flurtüt Plakate über LGBT- und Trans-Rechte

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Dennoch gebe es viele Schüler, „die sich darüber beschweren, dass die LGBT-Propaganda in ihren Unterricht eingedrungen ist“. Thomas aus der Abschlussklasse eines staatlichen Gymnasiums einer kleinen Stadt im Westen Frankreichs erläutert: „In Englisch reden wir seit der vierten Klasse ununterbrochen nur über Inklusion, Diversität, Sexismus, Femizide“. In Geopolitik gehe es um „die Stellung der Frauen“, und in Philosophie um „die Emanzipation der Frau“. Der Lehrer habe es geschafft, „dieses Thema mit den Metamorphosen des Ich zum Transgender in Zusammenhang zu bringen“. Am Eingang zur Schulbibliothek hingen LGBT-Fahnen und an jeder Flurtür seien Plakate über LGBT- und Trans-Rechte angebracht.

Alain, Leiter einer Privatschule im Südosten Frankreichs, meint, dass die schulischen Lehrpläne diesen Aktivismus förderten, und dass Teile davon keine „wissenschaftlichen, sondern tatsächlich ideologische Ziele verfolgen“. Wenn man vernünftige Diskussionen über diese Themen führen wollte, setzten sich auch Schulleiter der katholischen Privatschulen der Gefahr aus, dass Medien über sie berichteten, dass sie Lehrkräfte verlören oder als „aufklärungsfeindliche Katholiken“ gebrandmarkt würden. Regelmäßig werde Alain mit Schülern konfrontiert, die ihr Geschlecht ändern wollten: „Bei den Situationen, an die ich jetzt denke, gibt es bei dem Jugendlichen dann immer ein mit den Händen zu greifendes Unbehagen“. Der Jugendliche stelle einen Zusammenhang mit der Frage seiner sexuellen Identität her, was durch das, „was er im Internet liest, sowie durch die jungen TikTok-Stars und YouTuber der Transsexualität ganz besonders bestärkt wird“. 

Schulleiter rät, den Kampf anzunehmen

Um die „ansteigende Welle“ noch aufzuhalten, rät der Schulleiter, „einen unverhohlen abweichenden Standpunkt einzunehmen und den Kampf anzunehmen. Es ist illusorisch zu glauben, dass man diese Dinge noch wie vor zehn Jahren diskret handhaben könnte“. Doch es sei schwierig, denn das Generalsekretariat für das katholische Bildungswesen habe bei den schulischen Lehrplänen keinen Ermessensspielraum. „Wir wären vermutlich dennoch viel besser anerkannt, wenn wir unsere Überzeugungen kundtäten, denn damit erweisen wir denjenigen einen großen Dienst, die die Botschaft erwarten, die nur wir vermitteln können“. DT/ks

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