Erster Gute-Kita- Vertrag in Bremen

Als erstes Bundesland hat Bremen mit dem Bund einen Vertrag zur Unterstützung nach dem sogenannten Gute-Kita-Gesetz geschlossen. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan (beide SPD) unterzeichneten das Abkommen am Donnerstag im Bremer Rathaus. Damit erhält das Land bis 2022 Bundesmittel von knapp 45 Millionen Euro, mit denen es Kitas in wirtschaftlich und sozial benachteiligten Stadtteilen personell besser ausstatten, mehr Fachkräfte gewinnen und die Elternbeiträge für über dreijährige Kinder abschaffen will. „Wir wollen ein verlässliches und nachvollziehbares System der Kindertagesbetreuung in den beiden Städten des Landes Bremen verankern“, sagte Bogedan. Ziel sei es, eine Förderung aller Kinder entlang ihrer gesamten Bildungsbiografie zu schaffen mit guter Bildung von Anfang an. Mit dem zum Jahresbeginn in Kraft getretenen „Gute-Kita-Gesetz“ verpflichtet sich der Bund, bis 2022 insgesamt 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Das Geld kann aber erst ausgezahlt werden, wenn er mit allen Ländern Verträge darüber abgeschlossen hat, wofür die Mittel genutzt werden sollen. Jedes Bundesland kann aus zehn Bereichen die aus seiner Sicht wichtigsten auswählen. Möglich sind etwa mehr Erzieher, die Förderung sprachlicher Bildung und die Senkung der Kita-Gebühren für Eltern. „Mit dem ,Gute-Kita-Gesetz‘ unterstützen wir als Bund die Länder genau da, wo diese ihren größten Bedarf sehen“, betonte Giffey. Nach Bremen stehen laut Bildungsministerium in der nächsten Woche Vertragsunterzeichnungen mit dem Saarland und Brandenburg an. DT/KNA

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