Einst im Kreisauer Kreis

Eine Glasstele soll in Köln an Freya von Moltke erinnern

Zum 101. Geburtstag von Freya von Moltke (1911–2010) werden in Köln am Donnerstag eine Glasstele und eine Gedenktafel zu Ehren der NS-Widerstandskämpferin enthüllt. Dabei werden am „Deichmannhaus“ gegenüber dem Hauptbahnhof Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) und der Sohn Freya und Moltkes, Helmuth C. von Moltke, sprechen, wie die Stadt am Montag in Köln mitteilte. Initiatoren sind neben der Stadt der evangelische Kirchenverband Köln und Region, der Katholikenausschuss in der Stadt sowie der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln.

Die Stele soll nach den Angaben ein Relief mit „einer greisen und lächelnden Freya“ zeigen, wie der ausführende Künstler, Christian Bauer aus Mönchengladbach, sagte. Er habe dafür die aktuellsten Fotos verwendet und den Eindruck eines Menschen gewonnen, der sehr gerne und viel gelacht habe.

Die am 29. März 1911 in Köln geborene Bankierstochter Freya Deichmann hatte 1931 den Juristen Helmuth James Graf von Moltke geheiratet. Auf dessen Gut im niedersächsischen Kreisau gründete sich die Widerstandsgruppe „Kreisauer Kreis“ gegen das NS-Regime, die Anfang der 1940er Jahre Pläne für ein demokratisches Deutschland und ein vereintes Europa schmiedete. Helmuth James von Moltke wurde im jahr 1944 verhaftet und im Januar 1945 hingerichtet. DT/KNA

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