Drei neue Gemälde in Augsburger Staatsgalerie

Die Staatsgalerie in der Katharinenkirche in Augsburg ist um einen Neuzugang auf Zeit reicher. Seit kurzem sind dort drei unsignierte Gemälde von 1515/20 ausgestellt, die an die bedeutende Phase der Augsburger Klöster erinnern, wie die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München mitteilten. Bei den Werken handelt es sich um Leihgaben aus Privatbesitz, die einige Monate zu sehen sein werden. Die Gemälde werden dem Augsburger Maler Thoman Burgkmair (1444 bis 1523) zugeschrieben. Sie zeigen mit Vinzenz Ferrer und Petrus von Mailand zwei bedeutende Heilige des Dominikanerordens aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Dazu kommt eine Wunderszene, die sich am Grab des heiligen Petrus von Mailand in Sankt'Eustorgio ereignet haben soll. Der Legende nach brachte eine Mutter ihr totgeborenes Kind dorthin, sprach ein Gebet – und das Herz des Kindes begann wieder zu schlagen. Bei den Werken handelt sich um gespaltene, ursprünglich doppelseitig bemalte Altarflügel. Die beiden Heiligen bildeten die Außenseiten, die „Wiedererweckung des totgeborenen Kindes“ war auf der Innenseite zu sehen. Der Mittelteil des Altars ist verloren. Die Gemälde stammen wohl aus dem Inventar einer der vier Augsburger Kirchen des Dominikanerordens, die um 1800 aufgehoben wurden. 1805 für die Königliche Zentralgemäldegalerie München erworben, wurden sie 1852 versteigert und befanden sich seitdem in wechselndem Privatbesitz. DT/KNA

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