Deutscher Hörbuchpreis für Manfred Zapatka

Der Deutsche Hörbuchpreis in der Kategorie „Bester Interpret“ geht in diesem Jahr an den Theater- und Fernsehschauspieler Manfred Zapatka für seine Sprecherleistung in Homers „Ilias“. Seine vielseitige Stimme beschere dem Hörer rund zwanzig Stunden lang epische Intensität, befand die Jury. Zapatka ist der einzige Sprecher der Produktion und übernimmt hunderte verschiedener Rollen in dem 2 500 Jahre alten Schlachtenepos. „Ich war überrascht, wie modern dieser Mann geschrieben hat“, sagte Zapatka der Deutschen Presse-Agentur dpa. Als „Beste Interpretin“ wird die Schauspielerin Irm Hermann für ihre Rolle in Werner Fritschs „Enigma Emmy Göring“ geehrt, wie die Jury bereits in der vergangenen Woche bekanntgegeben hatte. Als „Beste Fiktion“ wird Sven Strickers Hörstück „Herr Lehmann“ nach dem gleichnamigem Roman von Sven Regener ausgezeichnet. Die Jury sah darin ein mitreißendes Hörstück und würdigte die Leistung der Sprecher Florian von Manteuffel (Erzähler) und Florian Lukas (Herr Lehmann). Der Preis in der Sparte „Beste Information“ geht an Maximilian Schönherr für „Die Stammheim-Bänder“. Die Auswahl aus wiederentdeckten Tonbändern gebe Einblick in den Stammheimer Prozess gegen Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und Jan-Carl Raspe. Die Verleihungsgala findet am 15. März während der Lit.Cologne im WDR-Funkhaus Köln statt. DT/dpa

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