Denkmalpreis für Hans-Jürgen Syberberg

Im Namen des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist dem Film- und Theaterkünstler Hans-Jürgen Syberberg der „Friedrich-Lisch-Denkmalpreis 2010“ verliehen worden. In der Begründung heißt es: „Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis wird insbesondere für vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen, der überzeugenden Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit und dem behutsamen Umgang am Projekt Gutshaus Nossendorf vergeben.“ Die Preisübergabe durch Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, hat am 12. September im „Mecklenburgischen Eisenbahn- und Technikmuseum“ in Schwerin stattgefunden. Der Preis ist mit 4 500 Euro dotiert. Wie Syberberg selbst mitteilt, wird er das Preisgeld zum Wiederaufbau des Nossendorfer Kirchturms verwenden.

Syberberg kämpft seit Jahren dafür, dem während der DDR-Diktatur zerstörten Kirchturm seine ursprüngliche Gestalt wiederzugeben. Wie von der „Tagespost“ bereits berichtet, lebt der vor allem mit seiner Filmversion des wagnerschen „Parsifal“ und mit seiner „Deutschen Filmtrilogie“ „Ludwig“, „Karl May“ und „Hitler“ auch international bekannt gewordene Künstler seit 2003 wieder in seinem von ihm vor dem endgültigen Verfall geretteten Geburtshaus in Nossendorf. Von dort gibt ein inzwischen weltweit beachtetes Internet-Tagebuch in Wort und Bild Auskunft über Syberbergs Denken und Leben.

Hans-Jürgen Syberberg wird am 8. Dezember 75 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt die Berliner Deutsche Kinemathek am Potsdamer Platz vom 12. November bis zum 8. Dezember die von Syberberg selbst eingerichtete Installation „Projekt Nossendorf“ und das Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum in Berlin präsentiert vom 30. November an eine Retrospektive seiner wichtigsten Filme. DT/il

Mehr Informationen

unter www.syberberg.de

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