Das Evangelium Christi verwurzeln

Pattloch-Chef Bernhard Meuser wird neuer Leiter des Sankt-Ulrich-Verlags und will für den Glauben begeistern
Bernhard Meuser
Foto: KNA | Bernhard Meuser wird neuer Leiter des Sankt-Ulrich-Verlags.
Bernhard Meuser
Foto: KNA | Bernhard Meuser wird neuer Leiter des Sankt-Ulrich-Verlags.

Bernhard Meuser (57), Leiter des Münchner Pattloch-Verlags, wird neuer Geschäftsführer des Augsburger Sankt-Ulrich-Verlags (SUV). Der Diplom-Theologe übernimmt die Aufgabe zum 1. Juli, wie die Bischöfliche Pressestelle am Freitagabend in Augsburg mitteilte. Mit der Personalie sei auch eine Neuausrichtung der inhaltlichen Arbeit des Verlags verbunden. So werde sich dieser künftig besonders der Neuevangelisierung widmen. Ziel sei es, das Evangelium Jesu Christi wieder neu in jenen Ländern zu verwurzeln, in denen es durch die Säkularisierung an Bedeutung verloren habe.

„Mit Bernhard Meuser konnten wir einen Autor und Verleger gewinnen, der Menschen mit seinen Büchern für den Glauben begeistert“, sagte der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa am selben Tag. Mit Büchern wie „Beten – eine Sehnsucht“ oder „Christ sein für Einsteiger“ habe er bewiesen, dass christliche Inhalte auch allgemeinverständlich einem breiteren und jüngeren Publikum vermittelt werden könnten. Sein jüngstes Projekt, der katholische Jugendkatechismus „Youcat“, erscheint derzeit in 23 Sprachen.

Der 1953 im rheinhessischen Heidesheim geborene Meuser ist gelernter Schriftsetzer und studierte später in Münster Theologie und Germanistik. Es folgte ein Volontariat im Verlag Bergmoser + Höller, wo Meuser auch Redaktionsleiter für Theologe wurde. Seit 1993 ist er für den Pattloch Verlag in München verantwortlich. Unter seiner Verantwortung erschienen unter anderem religiöse Bestseller wie „Gott“ von Manfred Lütz und „Das Kapital“ von Kardinal Reinhard Marx. Meuser ist seit 1999 Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Träger des Katholischen Journalistenpreises. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Die seit Januar tätigen Geschäftsführer Bert Stegmann und Hans Wendtner bleiben laut Mitteilung planmäßig bis zum Herbst des Jahres in der Geschäftsführung des Verlags tätig. Bischof Zdarsa hatte den Betriebswirt und den Juristen als Nachfolger von Dirk Hermann Voß (51) benannt. Ihr Auftrag lautete, „die Fundamente der Verlagsarbeit zu überprüfen und gegebenenfalls in Kontinuität des gemeinsam Erreichten neue Akzente zu setzen“.

Mit Voß, einem der engsten früheren Mitarbeiter des zurückgetretenen Bischofs Walter Mixa, hat sich das Bistum im Frühjahr auf ein Ende der Zusammenarbeit zum 30. April 2012 geeinigt. Faktisch werde er jedoch schon zum 1. August 2011 nicht mehr für die Diözese arbeiten, hieß es damals. Grund seien „unterschiedliche Ansichten“ über die Ausgestaltung des weiteren Dienstverhältnisses.

Der Sankt-Ulrich-Verlag ist der Buch- und Zeitungsverlag des Bistums Augsburg. Zudem hält er Beteiligungen an regionalen Fernsehsendern, etwa Augsburg.tv und TV Allgäu Nachrichten. Der frühere Geschäftsführer Voß betrieb in den vergangenen Jahren die Ausweitung der Tätigkeit über das Bistum hinaus. Dabei kam es zu Kooperationen mit den Diözesen Berlin und Regensburg unter dem gemeinsamen Dach der „Katholischen SonntagsZeitung“. Voß berät seit Ende 2006 als Konsultor des Päpstlichen Medienrates den Vatikan in Medienfragen. Dazu wurde er von Papst Benedikt XVI. berufen. DT/KNA

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