Buchtipps: Frauen des Mittelalters: Diktatur des Relativismus

Von Benedikt Benninghaus

Die Katechesereihe von Benedikt XVI. über große Frauengestalten des Mittelalters setzt der Papst in diesem Werk fort. In dem reich illustrierten Band mit 29 Abbildungen wird besonders auf Verteidiger des christlichen Glaubens eingegangen. Die Frauen haben gemeinsam, dass sie große Bedeutung für den Papst und die Kirche haben. So etwa die heilige Theresa von Avila, als Ordensgründerinnen oder die heilige Klara von Assisi als Mystikerin, aber auch Hildegard von Bingen, Birgitta von Schweden, Katharina von Siena, Gertrud die Große und Johanna von Orléans. Aufgrund dieser Frauengestalten ruft der Papst dazu auf, die häufig negative Wahrnehmung und Beurteilung des Mittelalters aufgrund der Einsichten über den Beitrag dieser Frauen zu überdenken. Der Band beeindruckt auch durch seine schönen Illustrationen und farbigen Abbildungen aus dem Leben des Vatikan. Das Vorwort verfasste Joachim Kardinal Meisner.

Das zentrale Anliegen des Papstes ist Zusammenkunft von Glaube und Vernunft. Der von Hanns-Gregor Nissing herausgegebene Band behandelt das große Thema Wahrheit im Pontifikats Benedikts XVI. Es ist das zentrale Leitmotiv seiner Reden, Interviews und Bücher und bestimmt das Selbstverständnis seiner Verkündigung. Der Papst sieht die Gesellschaft der Diktatur des Relativismus unterworfen und setzt den Glauben dagegen. Er begegnet dem Relativismus mit der Wahrheit, die der Mensch zu erkennen fähig ist. Auch die Fragen, was die Wahrheit ist, wer sie inne hat und welche gesellschaftliche Bedeutung sie spielt, werden in diesem Buch behandelt wie auch Fragen der Zuordnung von metaphysischer Wahrheit und Wissenschaft. Unter anderem mit Beiträgen von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Horst Seidl, Jörg Splett und Stefan Zekorn.

Was ist Wahrheit? Zur Kontroverse und der Diktatur des Relativismus. Pneuma Verlag, München 2011, 250 Seiten, ISBN 978-3-942013-09-3, EUR 19,95

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