Quotenpolitik

Birgit Kelle: Es kommt auf die richtige Weiblichkeit an

Quotenpolitik führt dazu, dass geschmeidig Angepasste in die Ämter kommen, meint die Publizistin Birgit Kelle in ihrer Tagespost-Kolumne. Das sei aber kein Qualitätsmerkmal. Es gehe am Ende nur um Macht.
Birgit Kelle über Weiblichkeit
Foto: epa Scanpix Lien (SCANPIX_NORWAY) | Tatsächlich, so Kelle in ihrer kommenden Kolumne, trat die vielzitierte „Mutti“ nur einmal wirklich als Frau auf, nämlich als sie im Jahr 2008 mit auffallend ausfallendem Dekolleté in der Oper von Oslo auftauchte.

In der nächsten Folge der Kolumne „Ungeschminkt“ stellt die Autorin Birgit Kelle die Frage, was es brauche, um in diesem Land Kanzlerin zu werden. Die Antwort lautet natürlich Weiblichkeit. Entsprechend werde, so die Bestsellerautorin, die grüne Spitzenkandidatin, Annalena Baerbock, gerade mit einer Sänfte durch die deutsche Medienlandschaft getragen. Selbst Männern weist die Erfolgsautorin nach, in dieser Zeit so weiblich wie möglich daherzukommen, um anzukommen. In der Macht anzukommen, denn darum gehe es. 

Weibliche Männer

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Als Beispiel führt Kelle den Wettstreit Obama – Clinton an, der zugunsten Obamas endete, weil dieser sich im Grunde weiblicher gab als seine Konkurrentin. Dass Weiblichkeit nicht immer der Schlüssel zu allem ist, zeigt Kelle am Beispiel der amtierenden Kanzlerin, die zwar den Spitznamen „Mutti“ bekam, aber kaum je wirklich weiblich aufgetreten sei. Das scheint das Geheimnis des Feminismus zu sein, wie die Bestsellerautorin ausführt: Das Geschlecht spielt irgendwie keine Rolle mehr.

Abschließend nimmt Kelle sich der Frage an, wohin diese Quotenpolitik führt. Am Ende würden sich nicht die besten, sondern die gerade passendsten Kandidaten durchsetzen. 

Lesen Sie in der nächsten Folge der Kolumne „Ungeschminkt“ in der kommenden Ausgabe der Tagespost, warum Kelle als Folge der Quotenpolitik sogar eine Kriegsgefahr wittert. Das Epaper dieser Ausgabe können Sie 

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