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Tagesheiliger: Der selige Giacomo Alberione. Von Katrin Krips-Schmidt

Offiziell gilt der heilige Isidor von Sevilla, der bedeutende Kirchenlehrer und Urheber einer umfassenden Enzyklopädie mit dem Wissen der Spätantike, als Schutzpatron der Internetnutzer und Programmierer. Aber auch dem seligen Giacomo Alberione, den Papst Johannes Paul II. als „den ersten Apostel der Neuevangelisierung“ bezeichnete, und der bereits Anfang des 20. Jahrhunderts die Bedeutung der Medien erkannte, könnte dieses Patrozinium zugesprochen werden. Giacomo Alberione erblickte am 4. April 1884 in San Lorenzo di Fossano im norditalienischen Piemont als viertes Kind einer Bauernfamilie das Licht der Welt. In der Grundschule antwortete er, nach seinem Berufswunsch befragt: „Ich will Priester werden!“ Mit zwölf Jahren trat er in das Seminar von Bra ein, das er im Jahr 1900 wieder verließ, um sechs Monate später seine Ausbildung im Priesterseminar von Alba fortzuführen.

Der 31. Dezember 1900 sollte eine Wende im Leben des Sechzehnjährigen einleiten. Bei einer eucharistischen Anbetung hatte er eine Vision: Er sollte „im neuen Jahrhundert etwas für den Herrn und die Menschen tun“. Er glaubte, dass er diesen Auftrag am besten erfüllte, indem er mithilfe der neuen Kommunikationsmedien – er glaubte an den Segen der Technik – zur Evangelisierung beitrage. Für ihn waren sie ein wertvolles Geschenk Gottes, das die Kirche unbedingt nutzen musste. Nach seiner Priesterweihe am 29. Juni 1907, dem Hochfest der Apostel Petrus und Paulus, übernahm er zunächst eine Seelsorgestelle in Narzole und wurde dann Regens und Professor im Priesterseminar von Alba. Er ließ Millionen von Bibeln in zahlreichen Sprachen drucken, eröffnete hunderte katholischer Buchläden, gründete einen Radiosender und gewann über eine Million Abonnenten für die von der Paulusfamilie publizierten Zeitschriften. Pater Alberione starb am 26. November 1971 in Rom. Er wurde am 27. April 2003 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

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