Beispielhaft für Integration

Erzbischof Nossol und Karl Dedecius erhalten Nationalpreis 2010

Der polnische Alt-Erzbischof Alfons Nossol (77) und der Gründer des Deutschen Polen-Instituts, Karl Dedecius (89), erhalten den Deutschen Nationalpreis 2010. Beide Persönlichkeiten hätten sich in ihrem Lebenswerk symbolstark als deutsch-polnische Brückenbauer ausgezeichnet, sagte der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Nationalstiftung, Dirk Reimers.

Der mit je 25 000 Euro dotierte Preis wird am 23. Juni im Hamburger Rathaus verliehen. Die Laudatoren sind der langjährige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, und der Altvorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gerhard Kurtze. Der Übersetzer polnischer Literatur und Autor Dedecius hat sich nach den Worten Reimers verdient gemacht, indem er den Deutschen den Zugang zu polnischer Kultur ermöglicht habe. „Erzbischof Nossol verkörpert mit seinem Lebenswerk die deutsch-polnische Versöhnungsaufgabe, die für das Zusammenleben in Europa beispielhafte Integration von Minderheiten, die Rolle der katholischen Kirche in Polen bei der Unterstützung der Freiheitsbewegung und die auf Verständigung gerichtete Ökumene der Religionen“, so der Vorstand. Nossol wurde im oberschlesischen Broschütz geboren. Von 1999 bis August 2009 war er Erzbischof der oberschlesischen Diözese Oppeln. DT/KNA

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