Begeistert für den Glauben einstehen

Der Regisseur Peter Baranowski spricht mit der „Tagespost“ über seinen Film „Die Temperatur des Willens“, in dem er die Legionäre Christ porträtiert, zu deren Mitgliedern sich sein Bruder zählt.
Legionäre Christi
Foto: eksystent | In Jerusalem unterhalten sich P. Eamon Kelly (links), der vor 20 Jahren mit der Arbeit der „Legionäre Christi“ in Österreich und Deutschland begann, und P.

Einen Einblick in die aktuelle Verfassung der Legionäre Christi liefert der nun im deutschen Kino anlaufende Dokumentarfilm „Die Temperatur des Willens“ von Peter Baranowski. Der Regisseur konnte den Alltag seines Bruders, Pater Martin Baranowski, unmittelbar filmen und wirft somit einen unverstellten Blick auf das Leben der Gemeinschaft. Die Legionäre Christi waren nach Bekanntwerden gravierender moralischer Verfehlungen des Gründers Marcial Maciel und Missstände in den Einrichtungen des Ordens in eine schwere Krise geraten. Daraufhin ernannte Papst Benedikt XVI. Im Mai 2010 Kardinal De Paolis zu seinem Sonderbeauftragten, der grundlegende Reformen und eine geistliche Erneuerung des Ordens begleiten sollte. 2014 folgte auf De Paolis der Jesuit Gianfranco Ghirlanda als päpstlicher Berater der Ordensgemeinschaft.

Im Gespräch mit der „Tagespost“ erklärt der Regisseur Baranowski, dass er sich bei der Produktion des Dokumentarfilms ausschließlich auf das habe stützen wollen, was sich unmittelbar beobachten ließ. „Dass der Film auch von meinem Bruder handelt, war ein Grund mehr, diese ästhetische Entscheidung sehr bewusst zu treffen“, so Baranowski. Nach dem Skandal um ihren Gründer sieht der Regisseur die Legionäre Christi heute „deutlich zurückhaltender“ agieren. Zudem stelle er auch in Deutschland ein „Bedürfnis nach einer christlichen Jugend- und sogar Gegenkultur“ fest. Die Legionäre Christi versuchten dem zu begegnen, „indem sie begeistert für ihren Glauben einstehen“.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 07. Juni.
DT

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