Bamberg zeigt Reliquie der heiligen Kunigunde

Eine ungewöhnlich große Knochenreliquie der heiligen Kunigunde ist für ein halbes Jahr in Bamberg zu sehen. Die Reliquie der Kaiserin und Bistumspatronin wird in der Sonderausstellung „Gekrönt auf Erden und im Himmel – das heilige Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde“ im Diözesanmuseum ausgestellt. Der Knochen befinde sich in einem kostbaren Gefäß aus geschliffenem Bergkristall, teilte das Erzbistum Bamberg mit. Das eigentlich im Museum der Medici-Kapellen in Florenz verwahrte Reliquiar aus dem 16. Jahrhundert sei auf Anfrage von Erzbischof Ludwig Schick nach Bamberg ausgeliehen worden. Die ungewöhnliche Größe – wahrscheinlich ein Stück des Oberschenkelknochens – spreche für eine sehr frühe Reliquie. Kunigunde war wahrscheinlich 1033 im hessischen Kloster Kaufungen gestorben, ihr Grabmal ist im Bamberger Dom. Unklar ist, wie die Reliquie nach Florenz gelangte. Die heilige Kunigunde und der heilige Heinrich wurden dort verehrt. Das Reliquiar war vermutlich in Mailand oder von einem Mailänder Steinschleifer gefertigt worden. DT/dpa

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